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Schädelbasischirurgie

Die wesentlichen Erkrankungen der Schädelbasis sind Tumoren im Sellabereich und Tumoren des Kleinhirnbrückenwinkels, wie z.B. Akustikusneurinome. Das Marburger Schädelbasiszentrum bietet ein ideales Umfeld zur optimalen Therapie der Erkrankungen der Schädelbasis. Tumoren oder auch traumatische Folgen im Bereich der Schädelbasis werden häufig gemeinsam mit den Nachbardisziplinen HNO und Mund-Kiefer-und Gesichtschirurgie operativ versorgt. Die Integration der Strahlentherapie in das Schädelbasiszentrum erlaubt auch nach einer Operation die optimale weiterführende Behandlung – hier besteht auch eine besondere Expertise mit dem gerade im Aufbau befindlichen Zentrum für Partikeltherapie, die besonderes zur schonenden Therapie von Schädelbasistumoren geeignet ist.
Die Operationen erfolgen in der Regel unter elektrophysiologischem Monitoring (somatosensibel evozierte Potenziale, akustisch evozierte Potenziale, motorisch evozierte Potenziale, Monitoring der motorischen Hirnnerven VI, VII, XI und XII) und mikroskopisch gestützter Neuronavigation zur intraoperativen Visualisierung von Ziel- und Risikostrukturen. Zu den behandelten Krankheiten gehören Tumoren der Schädelbasis, wie z.B. petroclivale Meningeome, Foramen Magnum-Meningeome, Chordome, Paragangliome, diverse Neurinome und Metastasen. Die Therapie der sellären Prozesse, wie zum Beispiel der Hypophysenadenome, die häufig über einen minimal-invasiven transsphenoidalen Eingriff über die Nase als Zugang zur Schädelbasis möglich ist, erfolgt in enger Kooperation mit der Endokrinologie.