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Info für Patienten

 

Unterbringung

Die Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie verfügt über Ein- / Zweibettzimmer und Vierbettzimmer mit integrierter Nasszelle und Duschbad bzw. WC.

Sämtliche Zimmer sind mit einem Fernseher und einem Telefon ausgestattet.

Die Klinik verfügt über insgesamt 30 Planbetten, davon

  • 11 Intensivbetten
  • 4  Intermediate Care-Betten
  • 15 Normalpflegebetten

 

Wahlleistungen

Neben den Regelleistungen des Klinikums kann man folgende Wahlleistungen schriftlich

mit dem Krankenhaus vereinbaren, die gesondert berechnungsfähig sind:

  • Chefarztbehandlung
  • Einbettzimmer
  • Zweibettzimmer

 

 

Verpflegung

Die Mahlzeiten werden im Patientenzimmer serviert, wobei zur Auswahl Vollkost, leichte Kost, vegetarische Kost, Diabetikerkost und Diätkost zur Verfügung stehen. Man kann aus einer abwechslungsreichen Speisekarte aus jeweils drei Gerichten für den Folgetag auswählen.

Wünsche fast jeder Art können natürlich berücksichtigt werden.

Nichtalkoholische Getränke wie Tee, Kaffee und Wasser stehen Ihnen jederzeit kostenlos zur Verfügung.

Um 8:00 Uhr gibt es Frühstück, um 12:00 Uhr Mittagessen. Gegen 14:30 Uhr wird Kaffee / Tee und eine kleine Zwischenmahlzeit und das Abendessen um 17:30 Uhr serviert.

 

 

Klinikservice

Für Besucher und Patientenangehörige befindet sich im Eingangsbereich des Klinikums eine Cafeteria, wo frisch zubereitete Mahlzeiten und Snacks zu erhalten sind. Ebenfalls steht den Besuchern die Mensa zur Verfügung.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Zeitschriften, Getränke und Pflegeartikel am Kiosk des Klinikums zu beziehen. Ebenfalls steht den Patienten und Besuchern eine Kapelle und ein muslimischer Gebetsraum zur Verfügung.

Zusätzlich verfügt das Klinikum über einen Friseursalon, der bei Bedarf auch direkte Patientenbesuche vornehmen kann.

Über eine hauseigene mobile Bücherei besteht jederzeit die Möglichkeit sich mit Literatur zu versorgen.

 

 

Operationsvorbereitung
Unsere Patienten werden in der Regel vor einem geplanten (sogenannten elektiven) operativem Eingriff am Herzen einen oder mehrere Tage vor der Operation stationär aufgenommen. Bereits im Vorfeld wurde über den Hausarzt, Kardiologen oder die zuweisende Klinik die Notwendigkeit eines operativen Eingriffes am Herzen festgestellt.

Bei Aufnahme in unserer Klinik wird noch einmal die Operationsindikation überprüft, zusätzlich werden weitere Erkrankungen anderer Organsysteme (Komorbidität), die häufig mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sind und zu einem zusätzlichen Operationsrisiko führen, untersucht.

Dazu gehören Erkrankungen, die das Gefäßsystem, die Lunge, die Nieren und den Magen-Darm-Trakt betreffen.

Zur genaueren Untersuchung dieser Nebenerkrankungen bieten wir Ihnen am Universitätsklinikum in Marbug eine enge Zusammenarbeit mit den weiteren im Hause tätigen Fachdisziplinen.

Die genaue Krankenvorgeschichte sowie die körperliche Untersuchung des Patienten, die regelhaft bei der stationären Aufnahme erhoben wird, geben genaue Hinweise darauf ob weitere Risiken oder zusätzliche Untersuchungen erforderlich sind.

 

 

Voraussetzungen

Zur üblichen Operationsvorbereitung gehört die körperliche Untersuchung von Herz, Lunge und des Gefäßsystems. Routinemäßig durchgeführte Laboruntersuchungen lassen bereits im Vorfeld erkennen, ob einzelne Organsysteme wie die Nieren oder die Leber altersentsprechend arbeiten oder geschädigt sind. Bei der Blutuntersuchung wird zusätzlich auf erlittene virale Infektionskrankheiten wie zum Beispiel eine Hepatitis geachtet, ferner erfolgt eine genaue Blutgruppenbestimmung und die Bereitsstellung von Blutkonserven für den geplanten Eingriff. Ein aktuelles Elektrokardiogramm (EKG) und eine Röntgen-Übersichtsaufnahme des Brustkorbes zählen ebenfalls zu den üblichen präoperativen Voraussetzungen. Natürlich benötigen wir zur genauen Planung eines herzchirurgischen Eingriffes die ausführliche kardiologische Voruntersuchung, d.h. den Herzkatheterbefund und -Film, sowie weiterführende echokardiographische Untersuchungen des Herzens.

 

Sollte sich bei der klinischen Untersuchung der Verdacht auf Durchblutungsstörungen des Gehirns erhärten oder haben sich Durchblutungsstörungen bereits manifestiert, schließen sich weiterführende Untersuchungen an. Da Verengungen im Bereich der Halsschlagadern mit einem deutlich erhöhten Risiko für einen während oder nach der Operation enstehenden Schlaganfall einhergehen, würden wir in Zusammenarbeit mit weiteren Fachdisziplinen eine bildgebende Untersuchung  veranlassen.

 

Akute Infektionen oder offene Wunden sowie kürzlich vorgenommene Operationen stellen eine Kontraindikation für einen geplanten Eingriff dar. Zum einen können sich Krankheitserreger durch die Operation im gesamten Körper verteilen, zum anderen steigt das Risiko für Wundheilungsstörungen oder schwerste generalisierte Infektionen. Vor geplanten Operationen an den Herzklappen sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, um mögliche Infektionsquellen im Mund- und Zahnbereich aufzudecken und diese gegebenenfalls zu sanieren, um ein mögliches Endokarditisrisiko so gering wie möglich zu halten. Sollten Sie in Ihrer Krankenvorgeschichte bereits unter Geschwüren im Bereich des Magen-Darm-Traktes (Ulcus ventriculi bzw. duodeni) gelitten haben, sollte deren vollständige Abheilung abgeschlossen sein, um ein mögliches Blutungsrisiko während oder nach der Operation zu vermeiden. Gegebenenfalls schließen wir über eine Magen- und Darmspiegelung dieses Risiko aus.

 

 

Tag vor der Operation

Nachdem die Notwendigkeit für einen herzchirurgischen Eingriff genauestens überprüft wurde, wird der Patient durch den Stationsarzt bzw. Operateur über das genaue operative Vorgehen und die möglichen Risiken einer Operation aufgeklärt. Zusätzlich werden Sie von dem Narkosearzt (Anästhesisten) ausführlich über den Narkoseablauf und mögliche Risiken aufgeklärt.

Nachdem die Notwendigkeit für einen herzchirurgischen Eingriff genauestens überprüft wurde, wird der Patient durch den Stationsarzt bzw. Operateur über das genaue operative Vorgehen und die möglichen Risiken einer Operation aufgeklärt. Zusätzlich werden Sie von dem Narkosearzt (Anästhesisten) ausführlich über den Narkoseablauf und mögliche Risiken aufgeklärt.

 

Am Tag vor der Operation wird der Patient durch das Pflegepersonal für den eigentlichen Eingriff vorbereitet. Dazu gehört die Rasur des Operationsgebietes um freien Zugang zu gewährleisten und einer möglichen Infektion vorzubeugen. Ebenfalls achten wir auf eine gründliche Darmreinigung durch spezielle Abführmaßnahmen. Am Vorabend der Operation erhalten Sie zumeist eine leichte Mahlzeit. Zur Nacht vor der Operation erhalten Sie von uns eine spezielle Schlafmedikation, damit Sie angst- und stressfrei in die Operation gehen können.

 

 

Operationstag

Am Tag Ihrer Operation werden Sie je nach zeitlicher Einplanung Ihres Eingriffes durch unser Pflegepersonal in den Operationsbereich unserer Klinik gebracht. Dort werden Sie durch Fachpflegepersonal und den Narkosearzt in Empfang genommen. Zunächst werden Sie in den Narkoseeinleitungsraum gebracht, wo Sie für den eigentlichen operativen Eingriff vorbereitet werden.

Am Tag Ihrer Operation werden Sie je nach zeitlicher Einplanung Ihres Eingriffes durch unser Pflegepersonal in den Operationsbereich unserer Klinik gebracht. Dort werden Sie durch Fachpflegepersonal und den Narkosearzt in Empfang genommen. Zunächst werden Sie in den Narkoseeinleitungsraum gebracht, wo Sie für den eigentlichen operativen Eingriff vorbereitet werden.

Ihr Operationsteam, unsere Operationsschwestern und bei Operationen unter dem Einsatz der Herz-Lungen-Maschine auch unser Team aus Kardiotechnikern, haben bereits im Vorfeld sämtliche Vorbereitungen getroffen und erwarten Sie.

 

Nach Operationen im Bereich der großen Schlagadern oder unter dem Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine werden Sie direkt postoperativ auf unsere eigene Intensivstation gebracht, wo Sie durch unser Ärzteteam und unser Fachpflegepersonal genau überwacht und nachbehandelt werden.

Sobald Ihr Zustand stabil und eine künstliche Beatmung nicht mehr notwendig ist, wird bei der täglichen Chefarzt- und Oberarztvisite überprüft, ob eine Weiterverlegung auf unsere Intermediate Care-Station möglich ist. Im Normalfall verbleiben Sie für einen bis drei Tage zur Überwachung auf unserer Intensivstation.

 

Während des weiteren stationären Aufenthaltes wird täglich ein speziell auf Sie abgestimmtes krankengymnastisches und physiotherapeutisches Aufbautraining mit Ihnen absolviert, damit Sie wieder schnell auf die Beine kommen. In täglichen Visiten wird Ihr Krankheitsverlauf beurteilt, Medikamentendosierungen auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt und gegebenenfalls weiterführende Untersuchungen eingeleitet. In der Regel können wir unsere Patienten nach einem Aufenthalt von sieben bis zehn Tagen in eine weiterbehandelnde Einrichtung entlassen.

 

 

Entlassung
Vor Ihrer Entlassung werden wir noch einmal genau überprüfen, ob Sie sich von dem operativen Eingriff gut erholt haben. Es werden regelhaft noch einmal diagnostische Untersuchungen wie Blutwertkontrollen, ein Elektrokardiogramm (EKG), eine Röntgenübersichtsaufnahme des Brustkorbes und eine echokardiographische Bildgebung des Herzens durchgeführt. Ebenfalls werden wir uns noch einmal genau die Wundverhältnisse im Bereich des Brustkorbes und einer Gefäßentnahmestelle anschauen, um mögliche Wundheilungsstörungen oder Infektionen frühzeitig zu erkennen.

 

Nach der Entlassung aus unserer Klinik werden Sie entweder in das zuweisende Krankenhaus oder in eine Rehabilitationseinrichtung verlegt, um dort Ihrem individuellen Befinden und Krankheitsverlaufes nach ein gezieltes Aufbautraining zu beginnen, das Ihnen die Wiedereingliederung in Ihr Alltagsleben erleichtert. Eine weitere wichtige Aufgabe einer Anschlussheilbehandlung ist die eingehende Beratung über Risikofaktoren und deren Minimierung, die zu Ihrem Krankheitsbild geführt haben. Unter intensiver ärtzlicher, krankengymnastischer und auch psychologischer Betreuung wird man Ihnen nützliche Verhaltensregeln und Hilfestellungen geben, die Ihnen ein Leben nach einer Herzoperation erleichtern.