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Psoriasis - Ambulanz

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die schätzungsweise 2 Millionen Menschen in Deutschland betrifft. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen.

Psoriasis der Haut und Psoriasisarthritis

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die schätzungsweise 2 Millionen Menschen in Deutschland betrifft. Innerhalb des Krankheitsbildes der Psoriasis werden die Hauptformen der Psoriasis vulgaris oder gewöhnliche Schuppenflechte, die mit Eiterbläschen einhergehende Psoriasis pustulosa und die Psoriasis-Arthritis oder Gelenk-Psoriasis unterschieden. Die Erkrankung hat oft erhebliche Folgen für Gesundheit und Lebensqualität, da der Verlauf chronisch und eine dauerhafte Heilung nicht möglich ist. Obwohl die Psoriasis nicht ansteckend ist, stellt die von den Betroffenen empfundene Stigmatisierung ein schwerwiegendes Problem dar. Der Verlauf der Psoriasis ist chronisch und schubartig. Häufigkeit, Dauer und Stärke der Schübe sind ausgesprochen unterschiedlich und nicht vorhersagbar.

 

Behandlungskonzepte der Psoriasis und Psoriasisarthritis:

  • Lokaltherapie und Lichttherapie

Für die Behandlung der leichten bis mittelschweren Psoriasis stehen die Lokaltherapie und Lichttherapie im Vordergrund. Neben keratolytischen Substanzen, topischen Steroiden, Vitamin-D3-Analoga und topischen Kalzineurininhibitoren kommt weiterhin auch Cignolin zum Einsatz. In unserer Lichtabteilung werden sowohl UVB-Schmalspektrum (311 nm) Bestrahlung als auch PUVA-Behandlungen (Bade-PUVA, Creme-PUVA, orale PUVA) angeboten.

 

  • Klassische systemische Therapien

Bei starkem Eruptionsdruck oder bei unzureichendem Ansprechen auf die o.g. Behandlungen stehen zusätzlich systemische Therapien zur Behandlung der Psoriasis zur Verfügung. Dabei kommt es zum Einsatz von Fumarsäureestern, Methotrexat, Cyclosporin A oder Acitretin. Für alle genannten Therapien ist die Effektivität gut belegt, jedoch limitieren Nebenwirkungsprofil und Kontraindikationen häufig ihren Einsatz. Die Verordnung dieser Medikamente erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient, um die korrekte Einnahme zu gewährleisten und durch regelmäßiges „Monitoring“ der Patienten auftretende Nebenwirkungen zu erkennen.

 

  • Neuere Therapien

Für Patienten, die auf die angeführten systemischen Therapien nicht zufriedenstellend reagieren oder bei denen Kontraindikationen vorliegen, besteht die Möglichkeit des Einsatzes von neuen Therapieformen für die Psoriasis der Haut und der Psoriasisarthritis, den sogenannten Biologica und neuen DMARD (Disease modifying antirheumatic drugs). Dabei handelt es sich um verschiedene Substanzgruppen, die durch spezifische Blockade von Entzündungszellen, ihrer Botenstoffe (Zytokine) oder Enzyme den Entzündungsprozess der Psoriasis hemmen. Beispiele dafür sind Medikamente, die in diese Signalwege eingreifen: TNFalpha, IL-12, IL-17, PDE-4. Künftig werden weitere Medikamente zugelassen, die in diese oder verwandte Entzündungsprozesse eingreifen. Auch im Rahmen von klinischen Studien können wir Patienten den Zugang zu diesen neuen Therapieverfahren ermöglichen.