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Neue Technik für Herinsuffizienz Behandlung

Das CCM System kann Leben retten und Qualität verbessern

Millionen von Patienten weltweit leiden unter Herzinsuffizienz – Herzschwäche. Alleine in Deutschland sterben jährlich 50.000 Patienten an dieser Erkrankung. Solche Patienten leiden unter Kurzatmigkeit, Husten, Schwindel, geschwollenen Beinen und nächtlichem Harndrang. Mit Medikamenten und speziellen Schrittmacherimplantationen kann man vielen Patienten helfen. Aber ein großer Teil der Patienten profitiert von dieser Behandlung nicht.

Die Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie des Universitären Herzzentrums Marburg (Direktor Prof. Dr. Rainer Moosdorf) bietet nun eine moderne Art der Behandlung als eine der wenigen Klinken deutschlandweit an.

Das kardiale Kontraktionsmodulation System CCM ist für Patienten, die eine eingeschränkte Pumpfunktion aufweisen, aber für kardiale Resynchronisation nicht in Frage kommen geeignet, berichtet Prof. Moosdorf.

Das CCM System wird wie ein Schrittmacher in lokaler Betäubung durch einen kleinen Hautschnitt unterhalb des Schlüsselbeins implantiert, berichtete Dr. Hamdi Elfarra, ein Mitarbeiter der Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie des Universitären Herzzentrums Marburg. Die Abgabe der Therapie erfolgt über Elektroden, die an bestimmten Stellen des Herzens unter Röntgenkontrolle über einer Vene platziert werden. Durch die hochenergetische Impulsabgabe, die in der Regel schmerzfrei ist und von den Patienten unbemerkt bleibt, verbessert sich die Kontraktionskraft des Herzmuskels. Das Gerät wird Im Operationsraum programmiert und ein oder zwei Tage später laufen die ersten Abfragen und die endgültige Programmierung je nach Patientenbedarf.

Schon ein paar Wochen nach der Implantation bemerken die Patienten eine deutliche klinische Verbesserung.

Das Aggregat muss nach Batterieverbrauch nicht operativ gewechselt werden, sondern kann mit bestimmten Geräten durch die Haut aufgeladen werden, berichtete Dr. Elfarra