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Grippeimpfung am UKGM

Risiko der Influenza nicht unterschätzen / Aktueller Impfstoff ist gut verträglich

Alle Jahre wieder rüsten sich neue Grippeviren zum Anmarsch auf die Bevölkerung. Wer sich schützen will, sollte dies mit einer jährlichen Impfung tun, denn die Viren der sogenannten Influenza sind wandlungsfähig und deshalb muss der Impfstoff jedes Jahr neu auf die Grippeerreger abgestimmt sein, betont Dr. Marcel Goedecke, Leiter des betriebsärztlichen Dienstes am UKGM in Marburg.
„Wichtig ist auch“, so der Mediziner, „ein grippaler Infekt ist keine Influenza. Das wird immer wieder verwechselt. Eine Influenza hat viel stärkere Symptome wie plötzlich auftretendes hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen und kann im schlimmsten Fall tödlich verlaufen, weil auch die Folgeschäden wie Herzerkrankungen und Lungenentzündungen hoch riskant sind.“ Wer sich gegen Grippe impfen lässt, ist somit nicht automatisch vor zwar unangenehmen aber im Vergleich meist harmlosen Erkältungen geschützt, die sich in der Regel
gut auskurieren lassen. Der diesjährige Impfstoff ist gut verträglich und schützt vor drei verschiedenen Influenza-
Erregern.

Wer sollte sich impfen lassen?

Zu den Risikogruppen gehören vor allem Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie zum Beispiel Asthma oder schon geschwächtem Immunsystem. Das betrifft zum Beispiel auch Schwangere. Sie sind einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt und können sich nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel bedenkenlos impfen lassen. „Ent gegen der vorherrschen- den Meinung, stellt die Impfung dann keine Gefahr für das ungebore- ne Kind dar“, erklärt Goedecke. Grundsätzlich ist die Impfung auch für Menschen ab 60 Jahren empfohlen.

Schutz für Mitarbeiter und Patienten

Am UKGM in Gießen und Marburg starten jedes Jahr im Oktober die Impfwochen für Mitarbeiter. Vorrang haben dabei zunächst diejenigen, die Patienten mit Atemwegserkrankungen behandeln, danach kommt das Personal dran, das hauptsächlich im Publikumsverkehr eingesetzt ist und mit vielen Patienten in Berührung kommt. Grundsätzlich gilt das Angebot aber für alle Mitarbeiter. „Für uns ist es wichtig, unserer Fürsorgepflicht hier gleich in mehrfacher Weise gerecht zu werden: wir schützen unsere Mitarbeiter und damit natürlich auch unsere Patienten vor möglicher Ansteckung durch krankes Personal und wir beugen Personalausfall vor, der durch Grippeerkrankungen entstehen könnte“, betont Prof. Jochen Werner, Ärztlicher Geschäftsführer am UKGM in Marburg.