A A A
-->

UKGM gratuliert Prof. Jürgen Schäfer

„Arzt des Jahres“ Marburger Professor engagiert sich für Patienten, die woanders aufgegeben wurden

Als „Deutscher Dr. House“ ist der akademische Direktor der Universitätsklinik Marburg und Stiftungsprofessor der Dr. Reinfried
Pohl Stiftung, Prof. Jürgen Schäfer, schon seit Jahren bekannt, weil er die außergewöhnlichen Fälle der amerikanischen Serie
in seine Lehrveranstaltungen einbaut und so die Studenten motiviert, auch schwierigste Diagnosen ungewöhnlicher Krankheitsfälle im Team zu erarbeiten. Hierfür wurde der Mediziner bereits im Jahre 2010 vom Medizinischen Fakultätentag und Deutschen Stifterverband mit dem Ars Legendi Preis ausgezeichnet.

Im medizinischen Alltag kümmert sich der Internist, Kardiologe, Endokrinologe und Intensivmediziner schwerpunktmäßig um Patienten mit unerkannten Krankheiten. Sie kommen mittlerweile aus ganz Deutschland mit unklaren Diagnosen und einem oft jahrelangen Leidensweg zu ihm. Gemeinsam mit den Spezialisten der entsprechenden medizinischen Fachrichtungen am Marburger Uniklinikum sucht Schäfer dann nach der Ursache der Erkrankung und konnte so schon vielen Patienten helfen, die woanders nicht mehr behandelt werden konnten. Dafür erhielt er nun den „pulsus award 2013“ als bester Arzt des Jahres. Gemeinsam mit der 'Bild am Sonntag' verleiht die Techniker Krankenkasse diesen Preis für die „heimlichen Helden der Gesundheit“.

„Ich freue mich sehr über diese Anerkennung und sehe sie gleichermaßen auch als Verpflichtung, nicht nur für mich, sondern auch für das Marburger Universitätsklinikum. Der einzelne Mediziner ist nur dann gut, wenn auch das Team und die ganze Klinik auf hohem Niveau arbeiten, angefangen von der Reinigungskolonne bis zum Ärztlichen Direktor. Deshalb nehme ich diesen Preis nicht nur für mich, sondern für unser gesamtes Klinikum entgegen“, so Prof. Jürgen Schäfer. Gerade solchen Patienten mit unklaren Diagnosen zu helfen, sei ein besonderer Anspruch und ein Qualitätsmerkmal eines Universitätsklinikums, betont der Mediziner.

Der kaufmännische Geschäftsführer des Marburger Universitätsklinikums, Dr. Holger Thiemann, sieht in dem medizinischen Angebot von Prof. Schäfer und seinem Team eine große Chance zur weiteren Profilierung der Marburger Hochschulmedizin. Geklärt werden müsse noch die Refinanzierung der zum Teil aufwendigen und im Leistungskatalog nicht angemessen abgebildeten Diagnostik. Hierzu befinde man sich mit den Kostenträgern im Gespräch. „Die herausragende Leistung von Prof. Schäfer findet ihren Ausdruck in der Gründung eines von ihm geleiteten Zentrums für unerkannte Krankheiten, mit dem wir nicht nur die Versorgung der betroffenen Patienten stärken wollen, sondern auch die Attraktivität der Medizinerausbildung an unserem Universitätsklinikum“, erklärt Prof. Jochen Werner, Ärztlicher Direktor am UKGM in Marburg.