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Nah am Patienten

Die Stiftung „Giessener Herz“ klärt auf, berät und informiert
Erste Kampagne zum Thema „Herzinfarkt – nein danke“ mit großem Zulauf

300.00 Menschen erleiden jedes Jahr in Deutschland einen Herzinfarkt. Mehr als die Hälfte dieser Patienten sterben an dem Infarkt oder seinen Folgen. Experten schätzen, dass sich die Zahl der Todesfälle bis zum Jahr
2015 verdoppeln wird.

„Mit der nun gegründeten Stiftung Gießener Herz wollen wir den Herzinfarkt und frühere Stadien von Herz- Kreislauferkrankungen aktiv und effektiv bekämpfen, um so der vorhergesagten Zunahme von Todesfällen zu begegnen“, so Prof. Christian Hamm, Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie am UKGM in Gießen. Hamm und sein Stellvertreter, Prof. Holger Nef haben die Stiftung Anfang des Jahres ins Leben gerufen. Die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz hat die Schirmherrschaft übernommen. Und damit möglichst viele beim Thema Vorbeugen am Ball bleiben, unterstützen auch die Handballer der HSG-Wetzlar verschiedene Aktionen der Stiftung.

Die Hauptursachen für Herz-Kreislauferkrankungen sind vor allem falsche Ernährung und zu wenig Bewegung.
„Diese unheilvolle Kombination schädigt in unterschiedlichster Weise den Körper und vor allem die Blutgefäße. Deshalb ist es uns wichtig, schon bei der Vorbeugung anzufangen. Dafür wollen wir verstärkte Aufklärungsarbeit leisten“, erklärt Prof. Hamm.

Dazu hatte die Stiftung vom 19. August bis zum 21. September ihre erste Kampagne gestartet unter dem Motto:
„Herzinfarkt- nein danke“. Bei zahlreichen Vorträgen, Reanimationstrainings, Beratungsständen in der Gießener Fußgängerzone und einem Tag der offenen Tür im Herzkatheterlabor am UKGM gab es jede Menge Gelegenheit für jedermann, sich über das Thema zu informieren. Die Initiatoren

freuten sich besonders über die rege Teilnahme und das Interesse an den Veranstaltungen. Auf
der Internetseite der Stiftung unter www.herzinfarkt-nein-danke.de können die Themen und Beiträge weiterhin abgefragt werden. Die im Rahmen der Kampagne gehaltenen Vorträge der Kardiologen des UKGM können dort auch auf CD bestellt werden.

Außerdem findet man dort, ständig aktualisiert, die nächsten Termine des Beratertelefons. Hier können Fragen rund um das Thema Herz an erfahrene Kardiologen gestellt werden. Termin für das Beratertelefon ist immer der erste Mittwoch im Monat in der Zeit von 16 bis 18
Uhr. Die Rufnummer: 0641-985-56703.

Neben der Aufklärung der Bevölkerung sind weitere Ziele der Stiftung die Verbesserung der ärztlichen Weiterbildung, die Optimierung der Patientenversorgung sowie die Unterstützung der kardiovaskulären Forschung und die Vergabe von Stipendien. „Wir hoffen, dass wir für diese ambitionierten Ziele Sponsoren und Unterstützer aus heimischen Unternehmen und der Bevölkerung begeistern können, denn diese Aufgaben sind nicht ohne finanzielle Unterstützung zu bewältigen“, betont Christian Hamm. „Wir freuen uns, dass wir Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz schon als Schirmherrin für unser Vorhaben gewinnen konnten und danken Ihr für diese Unterstützung.“

Grabe-Bolz hatte sich spontan bereit erklärt, die Schirmherrschaft für die neue Stiftung zu übernehmen: „Ich finde es wunderbar, dass sich exzellente Gießener Mediziner in so verantwortungsbewusster und vorbildlicher Weise um das Wohl der Menschen bemühen. Aufklärung über Gesundheitsrisiken und Gesundheitsprävention gehört zur ärztlichen Ethik. Die neue Stiftung zeigt, dass dies hier sehr ernst genommen wird: Der entschiedene Wille, Krankheit nicht nur zu bekämpfen, sondern schon am Entstehen zu hindern, beweist eine große Hinwendung zu den Menschen. Ich freue mich, dass Gießen damit nicht nur eine Stadt mit höchster medizinischer Versorgung ist, sondern auch ein Standort, der beweist, dass Medizin im besten Sinne angewandt und genutzt wird: zum Wohle jedes einzelnen Menschen.“

Die Stiftung „Gießener Herz“ ist ein Stiftungsfonds der Bürgerstiftung Mittelhessen. Helfen Sie durch Spende, Zustiftung oder eigenes Engagement. www.buergerstiftung-mittelhessen.de