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Rauchfrei werden

Das UKGM bietet Kurse zur Entwöhnung an

Das UKGM bietet regelmäßig in Gießen und Marburg Kurse zur Rauchentwöhnung an. Das Angebot startet jeweils mit einem kostenfreien Vortrag des spezialisierten Suchtberaters Ole Ohlsen. Über unsere Kontaktadresse können Sie sich über den nächsten Kurs informieren.Ich rauche gerne, will aber auch gerne aufhören - in diesem Zwiespalt stecken rund 60 Prozent der 18 Millionen Raucherinnen und Rauchern in Deutschland. Das Rauchen ist in vielen Situationen zu einer Gewohnheit geworden, von der man sich nur schwer trennen kann. Andererseits ist man sich der Risiken des Rauchens durchaus bewusst. Wer sich entschlossen hat, dem Nikotin zu entsagen, merkt, dass es gar nicht so einfach ist. Viele haben schon den einen oder anderen Versuch unternommen und dann doch wieder zur vertrauten Zigarette gegriffen. Viele unterschätzen die Gefahren der Nikotinsucht und glauben, es mit festem Willen einfach so zu schaffen. Sie bereiten sich nicht vor, wissen nicht, wie ihr Körper und ihre Psyche auf die Veränderung reagieren werden. Die sogenannten Gesetze der Sucht sind ihnen nicht bekannt und sie tappen so in die typischen Fallen, beispielsweise die „Essfalle“. Auch glauben sie, es alleine schaffen zu müssen und nehmen keine Unterstützung von anderen an. Während es für Drogen- und Alkoholabhängige ein engmaschiges Hilfenetz mit Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, stationären und ambulanten Therapien gibt, werden Raucher weitgehend alleine gelassen. So starten sie Aufhörversuche mit sehr geringen Erfolgsaussichten und zweifelhaften Methoden. Dass es seriöse Experten für die Raucherentwöhnung gibt, deren Beratung sogar von den Krankenkassen anerkannt und finanziell bezuschusst wird, wissen viele nicht.

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Rauchen die wichtigste durch Verhaltensänderung vermeidbare Ursache für Krankheiten ist. Von den jährlich 116.000 dem Rauchen zuschreibbaren Todesfällen in Deutschland waren fast die Hälfte (46 Prozent) die Folge von Herz-Kreislauf- Erkrankungen und über ein Drittel (36 Prozent) auf bösartige Neubildungen zurückzuführen. Durchschnittlich haben Raucherinnen und Raucher, die seit ihrem Jugend- alter regelmäßig rauchen, ein um 50 Prozent höheres Risiko, an den Folgeschäden des Rauchens zu sterben. Die Hälfte wird in den mittleren Jahren sterben und etwa 22 Jahre der normalen Lebenserwartung einbüßen. Mit zunehmender Rauchdauer haben Raucher eine dreimal höhere Sterberate als Nichtraucher.

Dies alles sind wichtige Gründe, warum das Universitätsklinikum Gießen und Marburg regelmäßig von den Krankenkassen bezuschusste Kurse anbietet, in denen man lernen kann, stressfrei und ohne Angst vor großer Gewichtszunahme für immer rauchfrei zu werden.