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Neueste Ultraschalltechnik bringt mehr Sicherheit

Universitäres Schilddrüsenzentrum Mittelhessen (USZM) in Gießen neu ausgestattet

„Mit dem Einsatz unseres neuen High-End-Ultraschallgerätes beginnt bei uns eine neue Ära in der Diagnostik von Erkrankungen der Schilddrüse und der Nebenschilddrüse“, sagt Prof. Andreas Schäffler, Leiter des USZM und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III in Gießen.

Auf seine Initiative hin war das Gerät angeschafft worden und ist nun im Einsatz. Neben neuester digitaler Technik sind darin alle Neuentwicklungen der vergangenen Jahre enthalten, zudem verfügt das Ultraschallgerät neben zwei normalen Schallköpfen zusätzlich über einen hochfrequenten 18 Megahertz-Schallkopf, der eine höchste Auflösung sowie die Darstellung der Durchblutung in kleinsten Gewebeteilen von nur wenigen Millimetern ermöglicht. Zudem kann der Mediziner mit dem Gerät über Druckwellen die Beschaffenheit eines Schilddrüsenknotens bestimmen. Diese sogenannte „Elastographie“ gibt dann erste Hinweise darauf, ob der Knoten möglicherweise bösartig ist und durch die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopise) näher untersucht werden muss. Auch dieses Verfahren, die Fein-Nadel-Aspirations- Cytologie kann nun durch die optimale Bildgebung des Ultraschallgerätes für den Patienten mit hoher Genauigkeit schmerz- und komplikationsarm durchgeführt werden. „Das ist für unsere Patienten ein großer Zugewinn“, sagt Schaeffler, „da wir nun nicht nur die Operation
noch besser vorbereiten können sondern auch durch einen besseren Einblick in das betroffene Gewebe wesentlich sicherer beurteilen können, ob eine Operation überhaupt nötig ist.“

Bei der Abklärung von Erkrankungen der Schilddrüsen und Nebenschilddrüsen sind in manchen Fällen jedoch auch andere bildgebende Verfahren nötig, wie die Szintigraphie (Untersuchung der Schilddrüsenfunktion mithilfe radioaktiver Substanzen), die Magnetresonanztomographie und Computertomographie, die Schnittbilder der betroffenen Region zeigen, der Halsvenenkatheter oder die PET (Positronenemissionstomographie erzeugt Schnittbilder nach Markierung des Organs mit schwach radioaktiven Substanzen). „All diese Verfahren, die für eine Diagnostik auf höchstem Niveau nötig sind, stehen uns hier zur Verfügung. Die fachübergreifende Zusammenarbeit mit den Kollegen aus der Radiologie unter der Leitung von Prof. Gabriele Krombach und der Nuklearmedizin (kommissarische Direktorin: Dr. Dagmar Steiner) sichern für unsere Patienten zum einen kurze Wege und garantieren, dass die Ergebnisse der Untersuchungen beim behandelnden Arzt hier im Zentrum zusammen laufen. Zudem können wir schwierige Fälle jederzeit mit den anderen Fachkollegen gemeinsam besprechen, ohne
dass der Patient von einem Spezialisten zum nächsten geschickt wird. Dieser schnelle und unbürokratische Zugriff auf verschiedene Fachkompetenzen macht ein universitäres Zentrum aus“, betont der Mediziner.

In Zusammenarbeit mit der Allgemeinchirurgie unter der Leitung von Prof. Winfried Padberg bietet das Schilddrüsenzentrum alle modernen Operationsverfahren an, von denen viele minimal-invasiv, das heißt mit Hilfe der Schlüssellochchirurgie durchgeführt werden können und so für den Patienten deutlich schonender sind.
Das Angebot des Universitären Schilddrüsenzentrums Mittelhessen
umfasst damit die ambulante und stationäre Abklärung sowie Behandlung von gutartigen
und bösartigen Erkrankungen der Schilddrüse und Nebenschilddrüse.