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Steintherapie

Die Urolithiasis ist ein weit verbreitetes Krankheitsbild, entsprechend stellen sich 30 - 40 % unserer Patienten zur Steintherapie des Harntraktes vor. Häufig kommen die Patienten als akute Notfälle mit starken Kolikschmerzen in die Klinik, um eine rasche Linderung und Beherrschung dieses Krankheitsbildes zu erreichen. Abhängig von der chemischen Zusammensetzung der Steine kann die weitere Therapie des Steinleidens je nach Befund medikamentös, endoskopisch, durch eine Stoßwellentherapie oder gar offen schnittoperativ erfolgen.

ESWL (Extrakorporale Stoßwellen Lithotripsie)
Der Urologie am Universitätsklinikum in Gießen steht ein hochmodernes ESWL-Gerät zur Verfügung. Bei der ESWL werden Harnsteine in Niere und Harnleiter durch gebündelte Ultraschallwellen von außen zertrümmert, die Bruchstücke werden auf natürlichem Weg mit dem Harn ausgeschieden. Häufig sind flankierende Maßnahmen wie die vorübergehende Einlage einer Harnleiterschiene, des so genannten DJ-Katheters notwendig um ein kolikfreies Abgehen der Bruchstücke zu ermöglichen.

URS (Ureterorenoskopie) und Laser-Lithotripsie
Die modernste Steintherapie ist endoskopische Steinsanierung unter Sicht. Wir bieten Ihnen heute die mechanische oder Laser-induzierte, endoskopische Steinzerstörung in Blase, Harnleiter und Niere mit Ausräumung des verkleinerten Steinmaterials an. Für diese Eingriffe stehen starre und flexible Endoskope, sogenannte Ureterorenoskope zur Verfügung, um eine schonende und rasche Steinsanierung zu erreichen.

PCNL Perkutane Nephrolitholapaxie
Bei sehr großer Steinlast in der Niere steht alternativ zur offen chirurgischen Steinsanierung die endoskopische, perkutane Steinausräumung (PCNL)  zur Verfügung, Schädigungen am Nierengewebe im Rahmen der effektiven Steinbehandlung können mit diesen modernen Techniken auf ein Minimum reduziert werden.