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Technische Ausstattung

ESWL (kontaktlose Steinzertrümmerung)
Die Urologische Klinik verfügt über ein hochmodernes ESWL-Gerät zur nicht invasiven und schonenden Zertrümmerung von Nieren- und Harnleitersteinen. Mit dem Gerät können die Steine sowohl radiologisch als auch sonographisch geortet und mit fokussierten Schallwellen in kleine Bruchstücke fragmentiert werden.

Urodynamik-Messplatz (Cystomanometrie)
Vor der kompetenten Behandlung einer gestörten Harnblasenentleerung ist eine genaue Diagnostik mittels Blasendruckflussmessung (Cystomanometrie) erforderlich. Unsere Klinik verfügt daher über einen modernen computergestützen Urodynamik-Messplatz.

Uroflowmetrie (Harnstrahlmessung)
Die Uroflowmetrie oder Harnstrahlmessung ist „der kleine Bruder“ der Cystomanometrie. Mittels der Uroflowmetrie sind wir in der Lage die „Stärke“ des Harnstrahles zu messen und ggf. einen Hinweis auf eine Harnröhrenverengung oder eine Harnstrahlabschwächung durch z.B. eine vergrößerte Vorsteherdrüse zu erhalten.

Revolix-Laser
Alternativ zur transurethralen Prostataresektion (TUR-P) bieten wir die lasergestützte TUR-P mit dem Revolix-Laser an. Der in Gießen eingeführte Revolix-Laser ist ein Holmium-adaptierter (Thullium), bei kontinuierlicher Wellenlänge von 2.013 nm arbeitender Laser mit 70 W Dauerleistung, der schneidet und gleichzeitig die Prostata vaporisiert und dabei natürlich auch gleichzeitig Gefäße bei der Operation verödet. Die Laserstrahlung des Revolixlasers wird über eine lange Quarzfaser von dem Laser an die Spitze des Resektoskopes geleitet, wobei nach Laserschnitt das Prostatagewebe über eine Schicht von 0,2 mm koaguliert wird, wobei zuverlässig Gefäße verödet werden.

Sphinx-Holmium-Laser
Zur endoskopischen Steintherapie in Blase, Harnleiter und Nierenbecken setzen wir neben mechanischen Instrumenten einen Holmium-Laser zur Desintegration von Steinen ein. Dabei wird die dünne Laserfaser über das entsprechende Endoskop eingeführt, der Strahlengang des Lasers durch einen Pilotstrahl markiert. Steine im Harntrakt werden in der Regel so fein aufgearbeitet, dass die verbleibenden Bruchstücke auf natürlichem Wege ausgeschieden werden können.

Operationsmikroskop
In der operativen Andrologie, hier insbesondere bei der Vasovasostomie (Wiederverbinden der Samenleiterenden nach vorausgegangener Sterilisationsvasektomie) und bei der M-TESE (Entnahme von Hodengewebe zur künstlichen Befruchtung), aber auch bei der mikrochirurgischen, inguinalen Neurolyse (Nervenfreilegung in der Leiste bei dauerhaften Schmerzzuständen, meist bei voroperierten Patienten) und der mikrochirurgischen, inguinalen Varikozelen-Operation gilt die Verwendung eines Operationsmikroskopes als Standard.

Urologische Funktions-Röntgentische
Zur urologischen Röntgendiagnostik und für die endoskopischen Eingriffe am Harntrakt stehen unserer Abteilung zwei Röntgentische zur Verfügung. Hier ermöglicht eine bewegliche und hochauflösende Röntgenvorrichtung dem Urologen, Aufnahmen in verschiedenen Vergrößerungen und Projektionen zu tätigen. Bei endoskopischen Untersuchungen am Harntrakt können Instrumente und Katheter kontrolliert werden. Durch Kontrastmittelgabe wird ein genauer Aufschluss über die Anatomie des Harntraktes und über das Vorliegen z.B. Stein- oder Tumorerkrankung ermöglicht.

Endoskopie
Zur endoskopischen Diagnostik und der Therapie im Harntrakt verfügen wir über ein spezielles endoskopisches Instrumentarium. So können wir Harnsteine, die früher noch durch offene Schnittoperationen behandelt wurden, heute minimal invasive therapieren. Beispiele sind die starre und flexible Ureterorenoskopie (Harnleiterspiegelung) und die PCNL (perkutane Nephrolitholapaxie = Punktion des Nierenbeckens über die Flanke zur Steinsanierung).

Photodynamische Diagnostik (PDD)
Zur Früherkennung von Harnblasenkarzinomen verfügt unsere urologische Abteilung neben der Standard-Weißlicht-Zystoskopie auch über die Möglichkeit der photodynamischen Diagnostik (PDD) um Harnblasentumore besser sichtbar zu machen und im Rahmen einer transurethralen Resektion festzustellen, ob der Tumor vollständig im Gesunden entfernt ist. Die Geräte ermöglichen zudem eine Photo- und Video-Dokumentation der Operation.

Laparoskopie
Für die minimal invasiven Operationstechniken bei Operationen an Niere, Nebenniere, Harnleiter und Prostata die mittels Bauchspiegelung durchgeführt werden, ist die urologische Klinik mit modernstem laparoskopischen Instrumentarium ausgestattet.

Sonographie, 3D-Sonographie, Duplex-Sonographie
Die Ultraschalluntersuchung  von Niere, Blase, Prostata und Hoden gehört zur urologischen Basisdiagnostik. Zudem sind Ultraschallgeräte intraoperativ, insbesondere bei Punktionen und Biopsien unabdingbar. Unsere Klinik verfügt unter anderem über moderne Ultraschallgeräte zur transrektalen Ultraschalluntersuchung der Prostata (TRUS), der Steuerung bei der Prostata-Biopsie und der 3D-Prostata-Sonographie. Zum Nachweis von Durchblutung und der Messung von Blutströmungsgeschwindigkeiten verfügen wir zudem über ein Farb-Duplex-Gerät.

Hyperthermie Chemotherapie
Wenn Harnblasen-Tumore unter Therapie jedoch immer wieder auftreten und Cystektomie (operative Entfernung der Harnblase) vom Patienten abgelehnt wird, so bieten wir in einigen Fällen die Hyperthermie-Chemotherapie an. Hierbei wird im Rahmen eines eintägigen stationären Aufenthaltes ein spezieller Katheter in die Blase eingeführt. Über diesen Katheter wird ein Medikament in die Blase gegeben und dieses in der Blase gleichzeitig erhitzt, so dass die Wirkung des Medikaments deutlich verbessert wird. Der Eingriff bedarf keiner Narkose und die Therapiedauer beträgt etwa 75 Minuten.

MRT-fusionierte Prostatastanzbiopsie
Die urologische Klinik bietet zur Vorbereitung der bioptischen Diagnostik von möglichen Veränderungen der Prostata eine unterstützte Methode zur Informationsgewinnung an. Hierbei wird mittels Magentresonanztomographie (MRT) im Rahmen eines multi-parametrischen MRTs eine deutlich verbesserte bildgebende Diagnostik des Prostatakarzinoms erreicht. Zusätzlich werden die im MRT gewonnenen Bildsequenzen mit dem Sonographiegerät, mit dem die Prostatapunktioin durchgeführt wird, Computer gestützt fusioniert. Dieses Verfahren gibt dem behandelnden Arzt eine zusätzliche Informationsmöglichkeit, wie optimal biopsiert werden kann. Zusätzlich werden die Biopsien mit dieser Methode nicht mehr über den Enddarm, wo ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, sondern über den Dammbereich durchgeführt.