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Sonographie (Ultraschall)

Was ist eine Ultraschall-Untersuchung?

Eine Ultraschalluntersuchung ist ein Schnittbildverfahren, welches für die verschiedensten Fragestellungen angewendet werden kann. Hierfür werden Schallwellen oberhalb der menschlichen Hörschwelle von 20kHz, in der Regel mehr als 3,5Mhz verwendet. Eine Schallsonde wird dazu auf die Körperoberfläche aufgesetzt. Um den Schallwiderstand zu überwinden, wird ein Gel aufgetragen. Es können beliebig viele Bilder erzeugt werden, die Untersuchung läuft „live“ ab, man kann also die Organe in Echtzeit im Körper beobachten.

Wie funktioniert die Ultraschall-Untersuchung?

Schallsonden können Ultraschallwellen aussenden und gleichzeitig empfangen. Die aus den verschiedenen Gewebeschichten und in beliebig vielen Ebenen empfangenen Schallreflexionen (Echos) werden in Grauwerte kodiert und als Bild dargestellt. Die Bilder können als Einzelbilder oder Videosequenzen digital gespeichert. Schließlich können Flussmessungen durch das Doppler-Verfahren farblich und als Messwert dargestellt werden um nach Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose oder Thrombosen zu suchen.

Welche Untersuchungen sind möglich?

Meistens dient die Sonografie als Eingangsdiagnostik, da sie fast überall verfügbar ist, die Wartezeiten kurz und keine Risiken bekannt sind. Mögliche Untersuchungen:

  • Abdomensonografie (die Untersuchung des Bauchraumes)
  • Pleura/Lunge (Suche nach Ergüssen und ggf. gezielte Punktion)
  • Duplex-/Dopplersonografie (Gefäße der Arme, Beine, des Halses und Bauchraumes)
  • Hals und Schilddrüse
  • Herz (Echokardiographie)
  • Gynäkologische Untersuchung (Uterus, Eierstöcke, Schwangerschaft)
  • Spezielle Untersuchungen (z. B. Lymphknotenstationen, weibliche Brust)
  • Endosonografie (Schallsonden zur gezielten Untersuchung von z. B. Eierstöcken, Bauchspeicheldrüse)
  • Bewegungsapparat (z.B. Schulter, Knie, Sehnen, Muskeln)
  • Kontrastmittelsonografie(von Leberveränderungen)
  • Sonografisch gesteuerte Gewebeprobeentnahmen (Biopsien)
Welche Risiken und Einschränkungen gibt es?

Es sind keine Risiken bekannt. Die Sonografie kann je nach Fragestellung immer eingesetzt werden. Allerdings ist sie nicht immer aussagekräftig. So ist sie im Falle der Abdomensonografie schwierig bei Übergewicht, Darmgasüberlagerung und eingeschränkter Beweglichkeit oder Kurzatmigkeit des Patienten. Die Sonografie ist sehr von der Erfahrung des Untersuchers und vom Gerät abhängig. Sie kann oft nur unmittelbar begutachtet werden und es fehlt die Übersichtlichkeit anderer Verfahren wie CT und MRT. Sollte bei Ihnen eine Kontrastmittelsonografie vorgesehen sein, ergeben sich aus der Kontrastmittelgabe wenige  geringe Risiken, die Ihnen Ihr Arzt vor der Untersuchung erläutern wird.

Wie müssen Sie sich vorbereiten?

In der Regel ist keine Vorbereitung notwendig. Sie müssen auch für eine Bauchuntersuchung nicht zwingend nüchtern erscheinen. Lediglich bei der Untersuchung der Gallenblase oder wenn Sie zu Meteorismus und Obstipation neigen, kann dies in Ausnahmefällen notwendig sein, sofern es Ihre Gesundheit erlaubt (z. B. Diabetiker). In jedem Falle aber dürfen Sie Wasser ohne Kohlensäure zu sich nehmen.