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Selbsthilfegruppen-Unterstützung in Gießen – eine lange Tradition

Selbsthilfegruppen sind populär geworden. Wissenschaftler haben sie erforscht, Politiker aller Parteien loben sie, und manchmal wird sogar ein wenig Geld bereitgestellt. Wahrscheinlich ist nur wenigen Gießener Bürgern bewusst, dass in ihrer Stadt die Erforschung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen eine ganz besonders lange Tradition hat. Bereits 1977, also vor mehr als drei Jahrzehnten, begann hier an der Psychosomatischen Universitätsklinik mit finanzieller Unterstützung durch das (damals) Bonner Gesundheitsministerium das bundesweit erste Forschungsprojekt auf diesem Gebiet, welches sich speziell mit „psychologisch-therapeutischen Selbsthilfegruppen“ beschäftigte. Prof. Michael Lukas Moeller wurde damit zum „Vater der Selbsthilfe“ in Deutschland, und Gießen wird oft ihre „Wiege“ genannt.

Seitdem haben sich eine Vielzahl solcher Gesprächsgemeinschaften in Gießen gebildet, meist mit fachlicher Unterstützung durch die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen, die nach wie vor an der Psychosomatischen Klinik angesiedelt ist. Daneben gibt es eine ganze Reihe von Selbsthilfegruppen für chronisch kranke und behinderte Menschen, Abstinenzgruppen für Suchtkranke sowie verschiedene örtliche Initiativen, in denen Betroffene versuchen, mit besonderen sozialen Situationen gemeinsam besser fertig zu werden (z. B. verschiedene Elterngruppen). Etwa die Hälfte der Gruppen gehören landes- oder bundesweiten Verbänden (Selbsthilfe-Organisationen) an, die anderen sind ausschließlich lokale Initiativen.

Über ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen haben die Gießener Wissenschaftler von Anfang an in Vorträgen und Fachpublikationen, aber auch im Fernsehen, Rundfunk und Tageszeitungen berichtet und auf diese Weise versucht, Fachleute in anderen Städten ebenfalls zur Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen zu ermuntern. Heute ist kaum noch vorstellbar, auf welche Abwehrhaltung man vor 40 Jahren dabei stieß! Im Laufe der Zeit entwickelte sich jedoch ein bundesweites Netzwerk von engagierten Selbsthilfegruppen-Unterstützern, die sich schließlich in einem gemeinnützigen Verein organisierten, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. Sie hat traditionsgemäß ihren Sitz in Gießen. Hier wurde das Konzept spezialisierter Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen bzw. für daran interessierte Betroffene entwickelt und verbreitet. Derzeit gibt es etwa 300 solcher Anlaufstellen in ganz Deutschland, die in unterschiedlicher Trägerschaft organisiert sind (z. B. bei Wohlfahrtsverbänden, kommunalen Verwaltungen oder gemeinnützigen Vereinen) und die mehr oder weniger eng mit der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen zusammenarbeiten.

Ende 1987 griff das damalige Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit den Kontaktstellen-Ansatz als zentralen Weg der Selbsthilfegruppen-Förderung auf und startete einen bundesweiten Modellversuch, in dem 20 ausgewählte Standorte über vier Jahre gefördert wurden. In dieses Programm wurde auch die Gießener Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen wegen ihrer besonderen Erfahrung aufgenommen. Seit 1992 wird die Einrichtung aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Umwelt Energie, Jugend, Familie und Gesundheit, bzw. seit 1999 vom Hessischen Sozialministerium gefördert. Hinzu kamen Zuschüsse von Stadt und Kreis Gießen, private Spenden und Fördermittel der gesetzlichen Krankenkassen nach deren gesetzlicher Verpflichtung gem. § 20 h SGB V. (vgl.Kapitel Selbsthilfe-Förderung durch  Krankenkassen) Für dieses wachsende Engagement der Krankenkassen sind wir sehr dankbar. Es darf allerdings nicht zum Rückzug der öffentlichen Hände führen! Selbsthilfe-Förderung ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller Beteiligten zum Wohle der betroffenen Bürgerinnen und Bürger, der Patientinnen und Patienten bzw. der Versicherten.

Im Jahre 2008 trat der Landkreis Gießen dem Gesunde Städte-Netzwerk bei. Eine Bedingung für die Aufnahme ist eine fest institutionalisierte Bürgerbeteiligung. Dies wurde der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen übertragen, wofür der Kreis auch Fördermittel bereitstellt. Diese neue Kooperation fand besonderen Ausdruck in der Organisation und Durchführung gemeinsamer Gesundheits- und Selbsthilfe-Tage. Darüberhinaus ist die Kontaktstelle als Bürgervertretung an Arbeitsgruppen und Gremien beteiligt (beispielweise die Regionale Gesundheitskonferenz Gießen-Marburg oder der Beirat für Belange von Menschen mit Behinderungen der Stadt Gießen).

Durch die räumliche Ansiedlung der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen im Universitätsklinikum (Friedrichstraße 33) und die intensive Kooperation mit der Psychosomatik – wofür insbesondere deren Leiter, Prof. Johannes Kruse, ganz herzlich zu danken ist – ist eine ungewöhnlich enge Verzahnung von Selbsthilfe-System und professionellem Versorgungssystem gewährleistet. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle kann jederzeit auf die fachliche Kompetenz der Klinik zurückgreifen und bei Bedarf auf deren professionelle Angebote hinweisen. Z. B. können Ratsuchende von der Kontaktstelle leicht an die Poliklinik und verschiedene Spezialambulanzen der Psychosomatik vermittelt werden – und umgekehrt kann Patienten dort „auf kurzem Wege“ der Zugang zu Selbsthilfegruppen eröffnet werden. Gute Kontakte bestehen auch zum Sozialdienst des Klinikums, und bei Bedarf wird mit einzelnen Kliniken zusammengearbeitet. Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten verweisen ihre Patienten zunehmend an die Kontaktstelle. Selbsthilfegruppen kommt eine wachsende Bedeutung zu als Element komplexer Behandlungsangebote und in der Nachsorge speziell chronisch erkrankter Menschen.

Selbstverständlich kann sich jeder Bürger kostenlos, und falls gewünscht anonym, direkt an die Kontaktstelle wenden, um sich über Fragen zur Selbsthilfegruppen zu informieren, bei Bedarf ein persönliches Beratungsgespräch über Fragen zu vereinbaren, Zugang zu Gruppen oder Unterstützung bei Neugründungen zu finden.

Die Arbeit der Gießener Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen

Die Kontaktstelle ist werktags in der Regel von 10.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter der Nummer (0641) 985 456 12 zu erreichen. Meistens lassen sich die anstehenden Fragen telefonisch hinreichend klären, bei Bedarf kann aber auch ein persönliches Beratungsgespräch vereinbart werden - allerdings nur zu Fragen der Selbsthilfe, nicht zur individuellen Problembearbeitung. Unser Informations- und Beratungsangebot richtet sich sowohl an Betroffene, die ihre Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe erwägen, als auch an Fachleute, die sich nach Selbsthilfemöglichkeiten für die von ihnen betreuten Menschen erkundigen wollen. Auch Angehörige, Freunde oder Kollegen von Betroffenen können sich an uns wenden.

Die Bedürfnisse der Betroffenen, die sich bei uns melden, sind ganz unterschiedlich. Wir können grob unterscheiden zwischen dem Wunsch nach tatsächlicher Gruppen-Selbsthilfe und dem Bedürfnis, in einer geleiteten Gruppe bzw. in einer professionellen Einrichtung beraten oder versorgt zu werden. Falls jemand sich überlegt, beispielsweise die psychosozialen Folgen einer Krankheit, eine Depression oder eine Suchtproblematik in einer Selbsthilfegruppe zu verarbeiten, können wir ggf. auch über professionelle Angebote, z.B. Psychotherapie, informieren, wenn dies zur Entscheidungsfindung nötig erscheint. Bei den meisten Selbsthilfegruppen von körperlich kranken, behinderten oder süchtigen Menschen kann oft schon durch die einfache Weitergabe von Informationen über Ort und Termin der Treffen weitergeholfen werden. Manchmal möchten die Anrufer aber zuvor noch über Möglichkeiten und Grenzen oder zu erwartende Belastungen von Selbsthilfegruppen sprechen, um in ihrer Entscheidung sicherer zu werden („Wäre das etwas für mich persönlich?“), oder sie sind zusätzlich auch an professionellen Behandlungsangeboten unserer Region interessiert.

Häufig werden die Kontaktstellen-Mitarbeiter mit Ratsuchenden konfrontiert, die „in Wahrheit“ gar nicht nach einer Selbsthilfegruppe suchen, sondern ganz allgemein nach Hilfe und Orientierung in dem für sie undurchschaubaren Geflecht der medizinischen und psychosozialen Versorgung. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle spielt zunehmend eine Rolle als „Drehscheibe“, als „Scharnier“ zwischen dem professionellen und dem Selbsthilfe-System, als eine „niederschwellige Einrichtung“, wo eine erste Sichtung der Problematik erfolgt. Manchmal ähnelt diese Funktion schon fast der des Hausarztes als Eingangspforte oder Lotse zum Medizinsystem – in unserem Falle oft auch zu Einrichtungen der psycho-sozialen Versorgung (Beratungsstellen etc.). Durch die enge Kooperation mit der Psychosomatischen Universitätsklinik, die bald 40-jährige Vernetzung in der medizinischen und psychosozialen Versorgungslandschaft unserer Region und die fachliche Qualifikation des Kontaktstellen-Leiters als Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut kann diese Funktion in Gießen besonders gut wahrgenommen werden.

Beratungsgespräch:
Wir beraten Menschen, die ihre Lebensprobleme oder seelische Störungen mit anderen in einer Gesprächs-Selbsthilfegruppe ohne professionelle Leitung besprechen möchten. Dies setzt bei den Betroffenen – trotz aller Probleme – ein bestimmtes Maß an Ich-Stärke voraus. Sie sollten Eigeninitiative entfalten und die Bereitschaft zeigen, sich anderen mitzuteilen. In unseren Beratungsgesprächen geht es darum, gemeinsam mit den Ratsuchenden mögliche Wege aus der Lebenskrise zu besprechen. Wir informieren dabei über die Möglichkeiten der Mitarbeit in Selbsthilfegruppen, über Arbeitsweisen, Voraussetzungen etc. Gelegentlich sehen wir uns veranlasst, eine professionelle Psychotherapie zu empfehlen. Eine weitere fachliche Abklärung kann dann z.B. in der Ambulanz der Psychosomatischen Klinik erfolgen. Das Beratungsgespräch in der Selbsthilfegruppen-Kontaktstelle ist kein klassisches therapeutisches Erstgespräch, aber es beschränkt sich auch nicht auf rein sachliche Information über Selbsthilfegruppen. Es enthält Momente von beidem und soll der Klärung dienen, welcher weitere Weg für den Betroffenen sinnvoll und gangbar erscheint.
Meist reicht ein etwas ausführlicheres Telefonat für eine solche Beratung. Selbstverständlich werden keine Informationen über die Gespräche mit Betroffenen weitergegeben; es besteht Schweigepflicht.                        
Nach der Beratung bietet sich für die an einer Gesprächs-Selbsthilfegruppe Interessierte die Möglichkeit, an dem monatlichen einmal stattfindenden „Gesamttreffen“ (s.u.) teilzunehmen.

Gesamttreffen:
Das monatlich stattfindende Gesamttreffen soll den Zugang zu Gesprächs-Selbsthilfegruppen bahnen. Bei diesem Treffen, das von der Kontaktstelle organisiert und geleitet wird, begegnen sich Mitglieder aus bestehenden Gruppen und neue Interessenten. Wer in welche Gruppe gehen kann, und wer wen aufnimmt, dies ist ganz allein Sache der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gesamttreffens. Das Gesamttreffen als „Selbsthilfegruppe der Selbsthilfegruppen“, so Prof. M. L. Moeller, einer der Gründerväter der Selbsthilfegruppen-Bewegung in Deutschland und Initiator der Selbsthilfegruppen-Unterstützung in Gießen, ist auch ein Forum für Selbsthilfegruppenmitglieder, um sich über die unterschiedlichsten Arbeitsweisen und Probleme in ihren Gruppen auszutauschen. Wie geht eine Gruppe mit Fluktuation um, wie mit Aggressionen oder Konflikten? Darf die Gruppe ggf. ein störendes Mitglied ausschließen? Wie geht es weiter, wenn es scheinbar langweilig geworden ist, die Themen auszugehen drohen oder sich eine „Kaffee-klatsch-Atmosphäre“ breit macht? Wie lassen sich Neue am besten integrieren? Was sind eigentlich die günstigsten Rahmenbedingungen (z.B. Teilnehmerzahl, Häufigkeit und Dauer der Sitzungen) für solche Selbsthilfegruppen? (Vgl. Kapitel über Erfahrungen von Gesprächs-Selbsthilfegruppen.) Dies sind Fragen, die immer wieder in Selbsthilfegruppen auftauchen und die auf dem Gesamttreffen besprochen werden. So können Gesprächs-Selbsthilfegruppen, die ja ohne professionelle Leitung arbeiten, gelegentlich Kontakt zu Fachleuten halten. Denn das Gesamttreffen ist – im Gegensatz zu den Sitzungen der Selbsthilfegruppen – eine professionell geleitete Veranstaltung der Selbsthilfe-Kontaktstelle. Und auf diese Weise können Erfahrungen der Selbsthilfegruppen-Arbeit weitergegeben werden, „Methoden“ und „Techniken“ entwickelt werden, die sich in der Gruppenarbeit bewährt haben.
Die Veteranen geben ihr Erfahrungswissen weiter an jüngere Mitglieder, über die eigenen Gruppengrenzen hinaus; nicht jedes Rad muss ständig neu erfunden werden. Darüber hinaus wird den Selbsthilfegruppen hier von Fachleuten psychotherapeutisches und gruppendynamisches Wissen zur Verfügung gestellt, das sie dann nutzen können, soweit es zu ihrer eigenen Arbeitsweise passt.
Vor dem Besuch des Gesamttreffens sollte eine telefonische Kontaktaufnahme mit der Kontaktstelle erfolgen (s. o.: Beratungsgespräch). Im Jahr 2016 wird die Durchführung des „Gesamttreffens“ im Rahmen der Selbsthilfe-Förderung von der BARMER GEK unterstützt.

Gruppenberatung:
Es wird Selbsthilfegruppen auch angeboten, sie zu einem Beratungsgespräch zu besuchen. Dabei übernimmt der Selbsthilfegruppen-Berater nicht etwa die Leitung der Gruppe, sondern er steht ihr – selbstverständlich nur auf deren Wunsch – als fachkundiger Gesprächspartner zur Verfügung. Jeder kennt die Erfahrung, dass im Dialog mit einem neutralen Außenstehenden neue Ideen auftauchen oder andere Sichtweisen eingenommen werden können, auf die man zuvor alleine nicht gekommen war. Dabei geht es nicht um die Probleme einzelner Gruppenmitglieder, sondern um die Arbeit der Gruppe als Ganzes.
Diese kostenlose Beratung für Selbsthilfegruppen (eigentlich sollte man sagen: Beratung mit Selbsthilfegruppen!) wird leider noch in geringem Maße in Anspruch genommen. Diese Zurückhaltung enthält zugleich ein Moment der Stärke, wie der Schwäche. Es demonstriert einerseits Autonomie gegenüber Experten; doch dies kann sich dann in Schwäche verkehren, wenn die Gruppe sich selbst nicht aus anhaltenden Krisen helfen kann. Durch ein klärendes Beratungsgespräch werden oft neue Anstöße für die Gruppenarbeit gegeben. So könnten manche Gruppen vor dem Zerfall oder einzelne Mitglieder vor dem vorzeitigen Ausscheiden zum eigenen Nachteil bewahrt werden.
Es wird Selbsthilfegruppen auch angeboten, sie zu einem Beratungsgespräch zu besuchen. Dabei übernimmt der Selbsthilfegruppen-Berater nicht etwa die Leitung der Gruppe, sondern er steht ihr – selbstverständlich nur auf deren Wunsch – als fachkundiger Gesprächspartner zur Verfügung. Jeder kennt die Erfahrung, dass im Dialog mit einem neutralen Außenstehenden neue Ideen auftauchen oder andere Sichtweisen eingenommen werden können, auf die man zuvor alleine nicht gekommen war. Dabei geht es nicht um die Probleme einzelner Gruppenmitglieder, sondern um die Arbeit der Gruppe als Ganzes.
Diese kostenlose Beratung für Selbsthilfegruppen (eigentlich sollte man sagen: Beratung mit Selbsthilfegruppen!) wird leider noch in geringem Maße in Anspruch genommen. Diese Zurückhaltung enthält zugleich ein Moment der Stärke, wie der Schwäche. Es demonstriert einerseits Autonomie gegenüber Experten; doch dies kann sich dann in Schwäche verkehren, wenn die Gruppe sich selbst nicht aus anhaltenden Krisen helfen kann. Durch ein klärendes Beratungsgespräch werden oft neue Anstöße für die Gruppenarbeit gegeben. So könnten manche Gruppen vor dem Zerfall oder einzelne Mitglieder vor dem vorzeitigen Ausscheiden zum eigenen Nachteil bewahrt werden.

Gruppengründung:
Mit Hilfe der Kontaktstelle sind in den letzten Jahrzehnten eine Vielzahl neuer Selbsthilfegruppen gegründet worden. Zur Gruppengründung muss die Initiative aber immer von Betroffenen ausgehen – das gehört zum Selbsthilfe-Prinzip! Gemeinsam mit ihnen überlegen wir im Vorfeld, wie die Gründerin bzw. der Gründer weitere Interessierte ansprechen könnte, wo ein geeigneter Raum gefunden werden könnte etc. Dazu werden Kontakte zu anderen relevanten Fachinstitutionen oder zur Presse genutzt. Wenn dies gewünscht wird, stehen wir für ein Impulsreferat oder zur Moderation von Gründungsversammlungen zur Verfügung. Wir gründen nie eine Selbsthilfegruppe für jemanden, sondern wir helfen Betroffenen, selber eine solche Gruppe zu gründen.

Öffentlichkeitsarbeit:
Ein wichtiges Anliegen der Kontaktstelle ist es, den Selbsthilfegedanken in der Öffentlichkeit zu fördern. Regelmäßig steht ihre Telefonnummer (0641 / 985 456 12) in den Gießener Zeitungen. Im Internet führen viele Wege zu ihr, beispielsweise über das Universitätsklinikum, über Stadt und Landkreis Gießen, über das „Sozialnetz Hessen“ bzw. über „Hessen aktiv“ oder über das bundesweite Verzeichnis von Selbsthilfe-Kontaktstelle, die sog. „Roten Adressen“ der NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen). Auf Anfrage verschicken wir kostenlos Broschüren an Interessierte (z. B. die „Starthilfe“ zur Gruppengründung, „Gruppen im Gespräch – Gespräche in Gruppen“ oder das „Selbsthilfegruppenjahrbuch“). Aus aktuellen Anlässen (z. B. Gruppengründungen, Neuauflage des Selbsthilfegruppen-Wegweisers, wichtige „Selbsthilfe-politische“ Entwicklungen etc.) nehmen wir zusätzlich Kontakte zur Presse auf. Die Kontaktstelle veranstaltet Selbsthilfe-Tage seit 2011 als „Gesundheits- und Selbsthilfe-Tag“, gemeinsam organisiert und durchgeführt mit dem Landkreis Gießen, wo Selbsthilfegruppen ihre Arbeit vorstellen können.
Auf Grund der langen Tradition ist der Selbsthilfegruppen-Ansatz in der Gießener Region bei Bevölkerung wie bei Fachleuten ohnehin schon besser bekannt als anderswo.

Vernetzung:
Die Kontaktstelle verfügt über vielfältige Kontakte, von der lokalen und regionalen bis zur nationalen und internatonalen Ebene. Von besonderer Bedeutung sind z.B. die Sprecherfunktion für die Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Selbsthilfe-Kontaktstellen, die Einbindung in die Fachorganisation Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. und die Mitwirkung in verschiedenen Gremien als sachkundige Person zur Vertretung von Patienteninteressen.
Seit 2008 wuchs der Kontaktstelle eine zusätzliche Aufgabe zu: die Vertretung der Bürgerbeteiligung bei der Mitwirkung des Landkreises Gießen am „Gesunde Städte-Netzwerk“.
Seit 2011 übernimmt die Kontaktstelle die gesetzlich vorgeschriebene Patientenvertretung in der Regionalen Gesundheitskonferenz Gießen - Marburg.

Materielle Unterstützung:
Die Bedürfnisse von Selbsthilfegruppen nach materieller Unterstützung, mit denen unsere Kontaktstelle am häufigsten konfrontiert wird, sind solche nach angemessenen Räumlichkeiten, seltener nach Finanzmitteln. Insbesondere für informelle (Gesprächs-)Selbsthilfegruppen, aber auch für andere „Nicht-Vereine“ ist die Raumsuche noch immer ein großes Problem. Sie verfügen kaum über Eigenmittel, um entsprechende Mieten zu tragen; oft stoßen sie bei öffentlichen oder bei Wohlfahrts-Einrichtungen noch auf Misstrauen; die Nebenzimmer von Gaststätten sind mit Konsumzwang und entsprechenden Störungen der Gruppensitzungen verbunden; Treffen in Privatwohnungen stellen einen unerwünschten Einbruch in die Privatsphäre einzelner (oder in die einer ganzen Familie) dar und sind auch gruppendynamisch als eher ungünstig anzusehen. Die Kontaktstelle berät mit interessierten Selbsthilfegruppen und Gruppengründern über diese Fragen, stellt wenn möglich Räume zur Verfügung oder vermittelt solche in städtischen Zentren, bei Krankenkassen, in Beratungsstellen etc. Bezüglich finanzieller Förderung werden Selbsthilfegruppen von der Kontaktstelle über entsprechende Möglichkeiten vor allem durch Krankenkassen (vgl. www.gkv-selbsthilfefoerderung-he.de) informiert und ggf. bezüglich einer Antragstellung beraten. Eigene Finanzmittel zur Weitergabe an Selbsthilfegruppen stehen jedoch nicht zur Verfügung.

Förderung psychosozialer Selbsthilfegruppen:
Die Kontaktstelle steht zur Kooperation mit allen Selbsthilfegruppen bereit, unabhängig von deren Thematik. Ein besonderes Augenmerk legen wir jedoch auf die Förderung von Gesprächsgruppen(vgl. Kap. „Erfahrungen von Gesprächs-Selbsthilfegruppen“). Besonders solche kleinen, informellen Gruppen bedürfen der Unterstützung, da sie ansonsten keine Lobby haben, meist nicht über den Rückhalt von Landes- oder Bundesverbänden verfügen und in der Öffentlichkeit weniger Aufmerksamkeit erfahren. Wir betrachten das persönliche Gespräch als wichtiges Medium für den Gruppenprozess, für die Stärkung und die Genesung der Selbsthilfegruppen-Mitglieder. Reden hilft! Dies umso mehr, als immer noch viele seelische Probleme in Familien, zwischen Ehepartnern, in der Arbeitswelt etc. tabuisiert werden. Auch in unserem Medizinsystem, etwa in der ärztlichen „Sprech“-Stunde (!), wird auf seelisches Leiden, auf psychologische Faktoren der Krankheitsentstehung, des Krankheitsverlaufs und der Krankheitsverarbeitung viel zu wenig eingegangen. Der Mangel an Information und Kommunikation (und Zeit dafür!) wird von Patienten immer wieder beklagt. Eine Gesprächsgruppe ist für viele Menschen der geeignete Ort, sozusagen eine „Identitätswerkstatt“, um (wieder) zu lernen, das auszudrücken, was sie im Leben wirklich berührt und bewegt – gerade in Krankheit und Krise.
Gesprächs-Selbsthilfegruppen sind der Gruppen-Typ, wo sich insbesondere Menschen mit psychischen Störungen und Belastungen zusammenfinden. Diese nehmen nach allen vorliegenden Daten der Krankenkassen und der Weltgesundheitsorganisation enorm zu bzw. werden stärker wahrgenommen. Sie werden jedenfalls häufiger diagnostiziert, und ihre Tabuisierung in der Gesellschaft nimmt zum Glück langsam ab. Kein Wunder, dass sie auch in der Kontaktsstellen-Arbeit eine immer größere Rolle spielen.

Erfahrungen von Gesprächs-Selbsthilfegruppen

  1. Für Gesprächs-Selbsthilfegruppen gibt es keine festen Regeln oder Vorschriften. Jede Gruppe entwickelt im Laufe der Zeit ihren eigenen Stil. Dabei kann es jedoch hilfreich sein, die Fülle von Erfahrungen zu beachten, welche von anderen Gruppen im Laufe der Jahre gesammelt wurden. Die wichtigsten davon haben wir im Folgenden zusammengefasst.
     
  2. Dies kann allerdings den Erfahrungsaustausch mit den Fachleuten aus der Kontaktstelle und mit anderen Gesprächs-Selbsthilfegruppen auf einem sog. „Gesamttreffen“ nicht ersetzen. Es findet einmal im Monat statt. Die dort mögliche wechselseitige Beratung erlaubt es, das Geschehen in der eigenen Gruppe aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und so evtl. auftretende Krisen leichter zu bewältigen bzw. die Selbsthilfearbeit weiter zu optimieren. Ideal wäre es, wenn jede Gesprächs-Selbsthilfegruppe abwechselnd zumindest ein Mitglied zum monatlichen Gesamttreffen entsenden würde; dadurch bliebe die zusätzliche zeitliche Beanspruchung für jeden gering, und alle Mitglieder könnten sich gelegentlich ein eigenes Bild von dem gemeinsamen Gespräch machen. Der Erfahrungsaustausch mit den „Geschwistern“ aus anderen, ähnlichen Selbsthilfegruppen gibt mehr Sicherheit für die eigene Gruppenarbeit und eröffnet Lösungsmöglichkeiten für auftauchende Probleme.
     
  3. Erfahrungsgemäß wirkt es sich negativ aus, wenn Selbsthilfegruppen ihre äußeren Rahmenbedingungen zu unbestimmt lassen. Hierzu im folgenden einige Empfehlungen: 
    Die Gruppengröße sollte 5 Personen nicht unter- und 10 Personen nicht überschreiten. Bei einer geringeren Anzahl würde die Angst vor dem Zerfall der Gruppe steigen; auch sollte das Angebot möglicher Beziehungen, Meinungen und Erfahrungen in der Gruppe nicht zu klein sein. Ist die Teilnehmerzahl hingegen zu groß, wird das Gruppengeschehen für die Einzelnen unüberschaubar; es können sich leicht Untergruppen bilden; die persönlichen Bindungen in der Gruppe würden leiden.
    Die Häufigkeit der Sitzungen (in der Regel einmal pro Woche) wie auch die Dauer der Treffen (eineinhalb bis zwei Stunden) sollten festgelegt und auch eingehalten werden. Ferner ist die Regelmäßigkeit der Teilnahme jedes Gruppenmitgliedes sehr wichtig, weil sich erst in einem längeren Gruppenprozess die eigenen Probleme und deren Bewältigungsmöglichkeiten deutlich abzeichnen. Sollte die Anwesenheit einmal wirklich unmöglich sein, ist es für das Gruppenklima vorteilhaft, wenn die Nichtteilnahme an der Sitzung vorher mitgeteilt wird, so dass die Gruppe nicht vergebens auf Fehlende wartet und über mögliche Gründe des Fernbleibens Phantasien entstehen.
     
  4. Aller Anfang ist schwer. In den ersten Sitzungen „fremdelt“ jeder Neue in der Gruppe. Die anderen sind noch unbekannt und erscheinen nicht alle gleich sympathisch. Mit vielen Vorwänden oder auch mit scheinbar überzeugenden Argumenten möchte man am liebsten der Gruppe fernbleiben. Deshalb ist besonders zu empfehlen, auf jeden Fall zumindest eine Reihe von Sitzungen mitzumachen und sich nicht abhalten zu lassen durch irritierende Gefühle wie Unbehaglichkeit, Angst, Misstrauen usw. Danach sollte man sich klar entscheiden, ob man der Gruppe weiterhin auf Dauer angehören möchte oder nicht. Wird ein neues Mitglied von einer laufenden Gruppe aufgenommen, sollten auch die alten Mitglieder sich nach einigen (Probe-)Sitzungen bewusst machen und erklären, ob der oder die Neue nun als zugehörig betrachtet wird.
     
  5. Eine weitere Empfehlung ist, dass die in der Gruppe aufkommenden Gefühle mit der größtmöglichen Offenheit geäußert werden sollten. Das ist leichter gesagt als getan! Insbesondere gilt dies für sogenannte „negative Empfindungen“, die ja im Alltagsleben häufig genug unterdrückt werden: Angst, Schwäche, Abneigung, Sorgen, Ärger, Scham, Neid, Kränkung usw. Doch gerade diese Gefühle sind sehr wichtig für den Fortschritt der Gruppe und demzufolge auch für jeden Einzelnen. 
    Zuneigung, Wärme und Unterstützung in der Gruppe können sich besser entwickeln, wenn auch die ablehnenden Empfindungen und die dadurch deutlich gewordenen Konflikte offen erörtert werden. Ein Ziel der Gruppenarbeit sollte es sein, sich selber besser kennenzulernen und sich in andere besser hineinversetzen zu können.
     
  6. Ein Anzeichen dafür, dass ein Konflikt unter der Oberfläche des Gruppengeschehens schwelt, ist oftmals die eigene Neigung, der Gruppe fernzubleiben. Gerade dieser Wunsch sollte zunächst in der Gruppe besprochen werden, statt ihn vorschnell in die Tat umzusetzen. Hierdurch kann möglicherweise ein bislang unerkanntes Problem beim einzelnen Mitglied oder bei der Gruppe als Ganzes offengelegt werden. Wer einfach wegbleibt – was in Selbsthilfegruppen ja so leicht möglich ist – tut weder sich selber noch der Gruppe etwas Gutes. Natürlich ist jeder frei, zu gehen, die Gründe hierfür sollten jedoch erörtert werden. Nur so können alle Beteiligten etwas lernen, über sich, über andere Menschen, über Gefühle, Konflikte und Beziehungen.
     
  7. Es ist ein verbreiteter Irrtum, dass seelische Gesundheit mit Konfliktlosigkeit gleichzusetzen ist! Seelische Gesundheit bedeutet vielmehr Konfliktfähigkeit. Wer mit eigenen Problemen besser umgehen kann, wird auch entscheidungsfähiger und genussfähiger sein. Es ist ein wesentliches Ziel der Gruppenarbeit, eigene Interessen und Bedürfnisse – wenn man sich derer überhaupt erst mal so recht bewusst geworden ist! – einzubringen und zu vertreten, zugleich aber auch die der anderen Mitglieder wahrzunehmen und zu respektieren. Etwas trickreich könnte man sagen: Man soll lernen sich selber besser von außen“ und die Anderen besser von innen“ zu sehen und zu verstehen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede sollen deutlich werden und zu verträglichen Kompromissen und fairen Absprachen führen.
    Neben der Verantwortung für sich selber trägt jeder auch Verantwortung für die Gruppe als Ganzes. Und dies umso mehr in einer Selbsthilfegruppe, wo es keinen professionellen Leiter gibt, dem man diese Sorgen überlassen könnte.Neben der Verantwortung für sich selber trägt jeder auch Verantwortung für die Gruppe als Ganzes. Und dies umso mehr in einer Selbsthilfegruppe, wo es keinen professionellen Leiter gibt, dem man diese Sorgen überlassen könnte.
     
  8. In der Gruppe werden vergangene und verschüttete Beziehungen zu anderen wichtigen Personen wiederbelebt (z. B. zu Eltern oder Geschwistern). Die Gefühle, die man den anderen Gruppenteilnehmern gegenüber hat, gelten oft nicht nur ihnen allein, sondern indirekt auch den Personen, die sie für einen – meist unbewusst – repräsentieren. Dies macht es möglich, sich auch mit alten Beziehungen und Konflikten in aktuellem Gewande zu beschäftigen, die eigene Entwicklung und immer wieder auftauchende Schwierigkeiten im Leben besser zu verstehen und bewusst neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Sowohl bei der Bewältigung solcher Erinnerungen wie auch durch akute Konflikte in der Selbsthilfegruppe können zeitweise natürlich auch seelische Belastungen auftreten. Hierin liegt andererseits die Chance zur Selbstentwicklung.
     
  9. Es geht in der Gruppe aber nicht nur um Ängste, Probleme und Konflikte, sondern auch um Freundschaft und Solidarität, um Ermutigung und Bestätigung, um Anteilnahme im Leid und in der Freude, wenn jemand Fortschritte gemacht hat. „Geteiltes Leid ist halbes Leid!“ und „geteilte Freude ist doppelte Freude!“ Man nimmt an der (Selbst-)Entwicklung anderer Menschen teil, fördert sie nach Kräften und profitiert zugleich selber davon. Das ist die Dialektik der Gruppenselbsthilfe: man ist – je nach Situation – Hilfebedürftiger und Helfer, Mit-Patient und Mit-Therapeut zugleich. Jeder kann entdecken, was ihn wirklich glücklich macht und befriedigt. Humor ist eine starke Waffe gegen Angst und Depression, gegen Handicap und Einschränkung. Deswegen wird in Selbsthilfegruppen auch so viel gelacht!
      

Diese Regeln, teilweise abgeleitet aus der sog. „Themenzentrierten Interaktion“, haben sich für viele Selbsthilfegruppen bewährt. Die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen steht darüber hinaus auf Anfrage für Beratungsgespräche zur Verfügung, um Gesprächs-Selbsthilfegruppen zu helfen, ihren eigenen Weg zu finden.

Unsere Unterstützung gilt jedoch genauso Selbsthilfegruppen anderen Typs, die sich eher vereinsartige Strukturen geben und Information und Aufklärung ihrer Mitglieder, etwa über diagnostische und therapeutische Möglichkeiten bei einer speziellen Erkrankung, ins Zentrum ihrer Aktivitäten rücken. Jede Selbsthilfegruppe muss selber entscheiden, welche Organisationsform und welche Vorgehensweise für sie zur Erreichung ihrer Ziele angemessen ist. Oft können dafür die Erfahrungen und Anregungen entsprechender Landes- oder Bundesverbände genutzt werden. Egal welcher Art eine Selbsthilfegruppe ist und auf welchem Entwicklungsstand sie sich gerade befindet, sie kann hilfreiche Tipps in den Broschüren „Starthilfe zum Aufbau von Selbsthilfegruppen“ und „Gespräche in Gruppen – Gruppen im Gespräch“ der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. finden, die in der Kontaktstelle kostenlos erhältlich sind.

Eine Fülle von Erfahrungsberichten aus Selbsthilfegruppen jedwedem Typs findet man in den seit 1999 erscheinenden Selbsthilfegruppenjahrbüchern, herausgegeben von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V., vgl. https://www.dag-shg.de/service/jahrbuecher/

Einige bewährte Gruppenregeln für Gespräche in Selbsthilfegruppen

  1. Die Gruppensitzung dauert (90 oder 120) Minuten
  2. Unpünktlichkeit sollte vermieden werden, da es störend für alle anderen ist
  3. Es ist wichtig, dass alle Mitglieder jedes Mal anwesend sind (Kontinuität)
  4. Sollte mir die Teilnahme einmal nicht möglich sein, werde ich die Gruppe rechtzeitig informieren
  5. Jeder ist für sich selbst verantwortlich – und für die Gruppe als Ganzes
  6. Wünsche sollte ich offen aussprechen
  7. Jeder kann jederzeit „Nein“ sagen („Stopp-Regel“)
  8. Es gibt keine Seitengespräche, sondern nur ein gemeinsames Gespräch
  9. Andere sollte ich immer aussprechen lassen
  10. Ich spreche in der „Ich“-Form (kein „man“ oder „wir“)
  11. Ich formuliere meine eigene Meinung, ich verstecke mich nicht hinter Fragen
  12. Ich bemühe mich, so offen, echt und ehrlich zu sein wie möglich
  13. Ich sichere Vertraulichkeit zu, und ich verlasse mich auf die Diskretion der anderen