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Hirntumore

Zu den häufigsten Gehirntumoren zählen Meningiome, Glioblastome und Metastasen von Bronchialcarcinom oder Mammacarcinom. Meistens kann eine neurochirurgische Operation zur Linderung von Symptomen, wie Kopfschmerzen, epileptischen Anfällen oder einer Lähmung beitragen. Ob eine Operation notwendig oder hilfreich sein wird, muss für jeden Patienten einzeln abgewogen und beurteilt werden.

Hierzu bieten wir Patienten mit Tumoren im Bereich des Kopfes oder der Wirbelsäule jeden Donnerstag Morgen eine spezielle Sprechstunde an, in der nicht nur Operationsindikationen besprochen werden, sondern auch die nach einer Operation notwendigen Therapien wie MRT-Kontrollen, Chemotherapie oder Bestrahlung geplant und verschrieben werden. Besondere, komplexe Fälle werden mit den Kollegen der Nachbarfächer jeden zweiten Donnerstag im Monat im Rahmen der Interdisziplinären Neuroonkologischen Tumorkonferenz diskutiert, um eine ausgewogene Therapieempfehlung zu erhalten.

Zur operativen Behandlung von Gehirntumoren setzen wir regelmässig die 5-Ala-Fluoreszenz-Operationstechnik in Kombination mit der Neuronavigation ein. Die Neurochirurgische Klinik ist eines der europäischen Ausbildungszentren für neurochirurgische Anwender der Fluoreszenz-Resektionstechnik.

Begleitend nehmen wir an internationalen klinischen Studien teil, um neue Medikamente und Therapieansätze auf ihre Wirksamkeit zu prüfen und um unseren Patienten mit Gehirntumoren aktuelle Therapieformen anzubieten.

Derzeit rekrutierende Studien sind:

Glioblastom  Antikörper gegen Wachstumsfaktorrezeptoren
THERALOC study for primary glioblastoma (Fa. Oncoscience, Hamburg)
Glioblastom

Antikörper gegen Wachstumsfaktoren
AVAGLIO Studie, Avastin (Bevacizumab, Fa. Roche, Basel)

In unserer experimentellen Laborforschung werden in Zellkultur neue Substanzen, alternative Wirkstoffe und sogar gentherapeutische Ansätze auf ihre Wirksamkeit hin geprüft, um später eventuell Eingang in Studien am Tiermodell finden zu können.

Das Ziel ist, bei Patienten mit der oft lebensbedrohlichen Diagnose eines Gehirntumors eine langfristige Kontrolle des Tumorwachstums unter Vermeidung neurologischer Schädigungen zu erreichen.