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Ambulanz für Klappenvitien

 

Anmeldung Klappensekretariat: 

Telefon: 0641 - 985 42635
Fax: 0641 - 985 42109

Medizinische Klinik I
Klinikstraße 33
1. OG Infopunkt J                        
35392 Gießen

 

 

 

Ansprechpartner
Dr. Marko Dahmer
Oberarzt

 

Die Diagnose einer Herzklappenerkrankung wird aufgrund der zunehmenden Lebenserwartung immer häufiger gestellt. Die betroffenen Patientinnen und Patienten klagen häufig über Luftnot, hauptsächlich bei Belastung und in besonders schweren Fällen bereits in Ruhe. Des weiteren kann Herzrasen vermehrt auftreten oder eine Kollappsneigung bis hin zur kurzen Bewußtlosigkeit bestehen. Diese klinischen Beschwerden führen letztendlich zu einer kardiologischen Abklärung. Im Rahmen der Herzultraschalluntersuchung werden dann Klappenerkrankungen häufig erstmals diagnostiziert.

Alle vier Herzklappen können sowohl eine Undichtigkeit (Klappen-Insuffizienz), wie auch eine Verengung (Klappen-Stenose) aufweisen. Hierbei ist die Aortenklappenstenose die häufigste Erkrankung, die leider auch die schlechteste Prognose aufweist. Die Mitralklappeninsuffizienz ist die zweithäufigste Klappenerkrankung und kommt ebenfalls gehäuft im höheren Lebensalter vor.

Neben einer optimalen medikamentösen Therapie sind regelmäßige kardiologische Kontrollen mittels Herzultraschalluntersuchungen erforderlich. Oft sind die Erkrankungen in ihrem Schweregrad leider fortschreitend, so dass die alleinige medikamentöse Therapie ab einem bestimmten Grad der Erkrankung nicht mehr ausreichend ist.

Unsere Spezialsprechstunde soll als Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten dienen, um sie und ihren ambulant behandelnden Arzt zusätzlich in Bezug auf die bestmögliche Therapie beraten zu können.
Oft sehen wir auch Patienten, bei denen es ambulant diskrepante Befunde gibt und wir als Spezialzentrum hinzugezogen werden.
Hierbei steht unseren Fachärzten das gesamte Spektrum der kardiologischen Diagnostik mit modernsten Geräten zur Verfügung.

Wir haben in unserem Hause zusätzlich eine kardiologische-kardiochirurgische Fallbesprechung etabliert, in der interdisziplinär Patienten besprochen werden. So ist gewährleistet, dass alle Facetten der jeweiligen Erkrankung bedacht werden und eine bestmögliche Therapie erfolgen kann.

Bisher konnten höchstgradige Herzklappenerkrankungen nur operativ versorgt werden.
Hierbei kommen neben klappenersetzenden Verfahren (mechanische oder biologische) auch andere Techniken, wie z.B. die Klappenrekonstruktion, zum Einsatz.
Bei der immer weiter steigenden Lebenserwartung unserer Bevölkerung muss oft der Spagat zwischen "Risiko einer Operation" und "Besserung der Lebensqualität nach Operation" überbrückt werden.
Dies wird besonders dann zum Problem für betroffene Patientinnen und Patienten, wenn aufgrund des Alters und der Begleiterkrankungen das Operationsrisiko als zu hoch angesehen wird.

Unsere kardiologische Spezialabteilung ist auch hierfür bestens vorbereitet. Wenn Patienten aufgrund des zu hohen Operationsrisikos als inoperabel gelten, oder Patienten nicht am offenen Herzen operiert werden wollen, so können wir ihnen nun spezielle wenig invasive Verfahren zur Therapie der Herzklappenerkrankung anbieten.Hierbei handelt es sich um kathetergestützte Verfahren, die zum Teil in örtlicher Betäubung zur Anwendung kommen können.

Zur Behandlung der Aortenklappenstenose führen wir den kathetergestützten Klappenersatz (TAVI) regelmäßig durch. Die hierfür notwendige Diagnostik wird selbstverständlich komplett in unserem Hause angeboten.Auch schwerstgradige Undichtigkeiten der Mitralklappe (Mitralklappeninsuffizienzen) können mit der sogenannten MitraClip-Technik minimal-invasiv kathetergestützt behandelt werden.

Unsere gut eingespielten Teams haben in allen Verfahren eine große Erfahrung und konnten die klappenersetzenden Verfahren in unserem Hause mit großer Verantwortung einführen und in den letzten Jahren noch weiter technisch verfeinern. Dies trägt zur Sicherheit unserer Patienten bei und gewährleistet den hohen Standard, der von uns erwartet werden kann.

 

Hier ein Auszug aus unserem Leistungsangebot:

• Ultraschalluntersuchung der Herzklappen mit modernsten Geräten
(transthorakale Echokardiographie wie auch "Schluckultraschall", TEE)
• 3-D-Ultraschallverfahren
• Computertomographie des Herzens
• Magnetresonanz-Tomographie des Herzens
• Linksherzkatheter mit invasiver Messung der Klappenöffnungsfläche
• Rechtsherzkatheter
• interdisziplinäre Fallbesprechungen

Spezielle Therapieverfahren:

kathetergestützter Ersatz der Aortenklappe (TAVI)
• Ballonvalvuloplastie (sog. Klappensprengung)
kathetergestützte Therapie der Mitralklappeninsuffizienz (MitraClip)

Wie erfolgt die Zuweisung in unsere Sprechstunde ?

• Es wird lediglich eine Überweisung vom Hausarzt oder vom niedergelassenen Facharzt benötigt.
• Termine für unsere Spezialambulanz können unter 0641/57110 telefonisch vereinbart werden.

Wo befindet sich die Sprechstunde ?

• die Ambulanz für Klappenvitien befindet sich im Neubau des Klinikums Gießen
• die Räumlichkeiten sind an die allgemeine kardiologische Ambulanz angegliedert und Befinden sich auf Ebene +1 im ersten Stock.