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Beruflich erworbene Hauterkrankungen

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Andreas Jung, Oberarzt

Hauterkrankungen gehören zu den am häufigsten beruflich erworbenen Erkrankungen. Besteht der Verdacht auf eine beruflich bedingte Hauterkrankung, z. B. ein Ekzem der Hände, so bindet unsere Allergieambulanz die zuständige Berufsgenossenschaft durch die Erstellung eines sog. Hautarztberichtes frühzeitig ein. Dies führt in aller Regel im Rahmen eines Hautarztverfahrens zur Kostenübernahme der Behandlung durch die zuständige Berufsgenossenschaft, häufig lange bevor eine Berufskrankheit vorliegt. Da die Berufsgenossenschaften in besonderer Weise die Bereitstellung von präventiven Maßnahmen und wirksamen Therapieverfahren gewährleisten, kann im Rahmen des Hautarztverfahrens ausgesprochen effektiv dem Eintritt einer Berufskrankheit entgegengewirkt werden. Der überwiegende Anteil der Betroffenen kann dann auf Dauer in seinem Beruf verbleiben. Falls dennoch eine Berufsaufgabe nicht verhindert werden kann, gewährleisten wir über eine umfangreiche Dokumentation im Rahmen des Hautarztverfahrens eine fundierte Grundlage für die mögliche Anerkennung als Berufskrankheit.

Ein weiterer berufsdermatologisch wichtiger Bereich sind die beruflich erworbene Bienen- oder Wespengiftallergien, die sich bei entsprechender beruflicher Exposition z. B. bei Gärtnern, Waldarbeitern und Imkern entwickeln können. Hier binden wir frühzeitig die Berufsgenossenschaft ein, da die Durchführung der Hyposensibilisierung dann zu deren Lasten erfolgen kann. Dieses erspart den Betroffenen Kosten von oftmals mehreren 100 € im Jahr durch Zuzahlungen bei Rezepten für Notfallsets und Hyposensibilisierungslösungen.

Von zunehmender Bedeutung sind die durch hohe berufliche Exposition gegenüber Ultraviolettstrahlung begünstigten Krebserkrankungen der Haut. Diese können bei hoher beruflicher solarer UV-Exposition als Berufserkrankung anerkannt und entschädigt werden. Auch hier ist die frühzeitige Einschaltung der zuständigen Berufsgenossenschaft unerlässlich.

Der Oberarzt der Allergieambulanz, Herr Prof. Dr. A. Jung, wurde durch die Arbeitgemeinschaft Berufsdermatologie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft als Gutachter zertifiziert und erstellt regelmäßig berufsdermatologische Gutachten für Berufsgenossenschaften und Sozialgerichte.