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Forschung lohnt sich: Am Puls der Medizininformatik

Inhaltsverzeichnis

Informationen, Berichte, Hinweise und Pressemeldungen rund um die Medizinische Informatik aus dem Jahr 2013:           

 Berichte und Pressemeldungen aus 2012 2011 


24.04.2013 GMDS PG MI Lehre in der Medizin / Methods of Information in Medicine

Lernzielkatalog Medizinische Informatik in Methods of Information in Medicine veröffentlicht

Röhrig R, Stausberg J, Dugas M, on behalf of the GMDS project group “Medical Informatics Education in Medicine”:  Development of National Competency-based Learning Objectives “Medical Informatics” for Undergraduate Medical Education. Methods Inf Med 2013; 52: 184–188 doi: 10.3414/ME13-04-0001 prepublished: 24. April 2013, Online Supplementary Material


22.04.2013 Pressemeldung (idw)

eArchivierung papierbasierter Patientenakten von Studienteilnehmern: Eckpunktepapier veröffentlich

Gemeinsamer Leitfaden von KKS-Netzwerk, GMDS und TMF unter Mitwirkung von Behördenvertretern   

 

 

Einen Leitfaden zum ersetzenden Scannen der papierbasierten Patientenakten von Studienteilnehmern bietet ein von KKS-Netzwerk, GMDS und TMF unter Mitwirkung von Vertretern des BfArM und der Landesüberwachungsbehörde Nordrhein-Westfalen gemeinsam erarbeitetes Eckpunktepapier. Das Papier, das auch eine Übersicht über die bestehenden Regelungen gibt, ist am 2. April 2013 in der GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (MIBE) veröffentlicht worden und wird in Kürze auch international publiziert. Es basiert auf verschiedenen Vorarbeiten und Workshops der beteiligten Partner.

Papierakten im Umfang eines Regalmeters entstehen jährlich pro Krankenhausbett und müssen nach den verschiedenen rechtlichen Vorgaben für lange Zeiträume unter hohem Kostenaufwand archiviert werden. Die Lösung der damit einhergehenden Platzprobleme, aber auch eine Verbesserung der Informationslogistik liegt für viele Kliniken im ersetzenden Scannen: Die Papierakten werden in einem Scan-Prozess digitalisiert und die Originalakten anschließend vernichtet – ein bewährtes Vorgehen in der Patientenversorgung. Die digitale Archivierung bietet den großen Vorteil, Akten an verschiedenen Stellen gleichzeitig verfügbar zu haben. Auch die Auffindbarkeit von Daten ist bei entsprechender Organisation wesentlich besser und gezielter möglich als bei der papierbasierten Archivierung. Unklar war bisher, unter welchen Voraussetzungen Krankenakten von Studienteilnehmern nach dem Digitalisieren vernichtet werden können. Unabdingbare Voraussetzung ist die Anerkennung der digitalen Kopien als Quelldokumente durch Sponsoren und Behörden.

Nach Auffassung der Autoren des Eckpunktepapieres sollte die Anerkennung digitaler Kopien möglich sein, wenn die digitalisierten Papierakten die Anforderungen an beglaubigte Kopien entsprechend der Note for Guidance CPMP/ICH/135/95 (ICH-GCP Kap. 1.52) erfüllen. Dies setzt voraus, dass auf der Basis bestehender Regelungen jederzeit nachgewiesen werden kann, dass der vorhandene Digitalisierungsprozess klar geregelt ist, dessen Ergebnisqualität regelmäßig überprüft wird und ausreichend hoch ist.

Der Prozess, bei welchem die papierbasierten Akten zur Archivierung digitalisiert werden, gliedert sich in mehrere Schritte (z.B. Aufbereitung der Akten, Scannen, Indexieren, Qualitätssicherung, Vernichten etc.). Das Eckpunktepapier beschreibt für jeden Schritt Anforderungen, die bei dessen Realisierung berücksichtigt werden müssen.

Bereits heute sind in annähernd 40 Prozent der deutschen Krankenhäuser digitale Patientenarchive installiert, überwiegend auf Basis von Scan-Lösungen. Um in diesen Archiven auch eine GCP-konforme digitale Archivierung zu ermöglichen, muss geprüft werden, welche der gemäß ICH-GCP benötigten Strukturen und Dokumente bereits vorhanden sind und welche bisher fehlenden Elemente zusätzlich etabliert werden müssen.

Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Archivierung und damit für die Einhaltung bestehender Regelungen verbleibt grundsätzlich bei der archivierenden Gesundheitsversorgungseinrichtung. Das Eckpunktepapier soll als Leitfaden für die qualitätsgesicherte digitale Archivierung papierbasierter Patientenakten von Studienteilnehmern dienen.

Quelle: idw

Originalartikel: Kohl CD, Bruns I, Freudigmann M, Scharf G, Schmücker P, Schwarz G, Semler SC: Digitale Archivierung papierbasierter Krankenakten von Studienpatienten - Eckpunktepapier des KKSN, der GMDS und der TMF unter Mitwirkung des BfArM und der Landesüberwachungsbehörde Nordrhein-Westfalen. GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie 2013, Vol. 9(3). (PDF)


19.04.2013 Deutsches Ärzteblatt

Arzneimitteltherapiesicherheit: Medikationsplan für den Überblick

Die Koordinierungsgruppe Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) setzt mit dem Medikationsplan einen Standard der sowohl dem Patienten, wie auch den niedergelassenen Ärzten, Kliniken und Apothekern hilft. Bestechend an dem Konzept ist die Einfachheit: Neben einem einheitlichen Layout für den Ausdruck, der von Patienten und Ärzten jederzeit ohne Hilfsmittel gelesen werden kann enthält der Medikationsplan einen 2D-Code, mit dem der Inhalt des Medikationsplans mit Hilfe eines Sanners in Praxissysteme, Krankenhausinformationssysteme (inkl. CPOE, Notaufnahmesysteme, PDMS) eingelesen, verarbeitet und am Ende wieder ausgedruckt werden kann. Der Medikationsplan Nach den ersten Erfahrungen in der Praxis will die Koordinierungsgruppe AMTS einen Leitfanden für die praktische Anwendung herausgeben.

Artikel: Aly F: Deutsches Ärzteblatt 2013; 110(16): 659-660 (PDF)

siehe auch


19.04.2013Deutsches Ärzteblatt

Neue Medien mit Patientendaten sensibel umgehen

Die Bayrische Landesärztekammer (BLÄK) hat zu einem vorsichtigen, aber aufgeschlossenem Umgang mit neuen Medien aufgerufen.  Ärzte müssten fit sein, mit E-Mails mit Patienten auszutauschen, Ihren Internetauftritt zu pflegen und Praxis-Newsletter zu erstellen, sowie relevante Informationen schnell und unkompliziert aber sicher zwischen stationären und ambulanten Sektor auszutauschen.

Artikel: Deutsches Ärzteblatt 2013; 110 (16): 659 (PDF)


 

18.04.2013 YouTube Video veröffentlicht

Cloud4health - Entwicklung einer sicheren Cloud-Infrastruktur für eHealth-Anwendungen

cloud4health nutzt anonymisierte klinische Routinedaten von Patienten, die wichtige Informationen für die Patientenversorgung enthalten. Wertet man die Daten in der Cloud aus, entstehen Anwendungsmöglichkeiten für klinische Studien und Register. Neue Aussagen zur Wirkung von Medikamenten werden möglich. In cloud4health werden drei praktische Anwendungen entstehen Ein Register für künstliche Hüftgelenke und deren Haltbarkeit. Eine automatische Analyse ärztlicher Leistungen. Und ein Frühwarnsystem für die Medikamentensicherheit.

 zum Video


16.04.2013 YouTube Video veröffentlicht:

KIS-Daten nutzen zur Patientenrekrutierung für klinische Studien

Rund  jede  dritte  klinische  Studie  scheitert  heute  daran,  dass  die  notwendige  Zahl  an  Probanden  nicht  zustande  kommt.  Häufig  fehlt  es  nicht  an  der  Bereitschaft  zur  Teilnahme,  sondern  am  Informationsfluss  in  Richtung  der  behandelnden  Ärzte  und  damit  der  in  Frage  kommenden  Patienten. Dabei liegt die wichtigste Grundlage für die Suche bereits vor: In Form der Patientendaten in  Krankenhaus-Informationssystemen (KIS). Forscher aus fünf Universitätskliniken haben nun unter Beteiligung der TMF und mit Förderung durch das BMBF eine Architektur für die KIS-basierte Unterstützung der Patientenrekrutierung in klinischen Studien entwickelt, prototypisch implementiert und evaluiert.

 zum Video / Meldung Abschlussworkshop


 

10.04.2013

Auf der conhIT 2013 fand eine Clinical Documentation Challenge zum Thema "Infektionsmanagement" statt.

Die Hygiene und die Behandlung von Infektionskrankheiten ist nicht nur durch die mediale Berichterstattung in den meisten Krankenhäusern ein relevantes Thema - ein Thema was auch die IT betrifft. So ist für die Krankenhäuser die Dokumentation, Bewertung von nosokomialen Infektionen und ggf. das einleiten von entsprechenden Maßnahmen bundesweit vorgeschrieben. Ein Grund für die Arbeitsgruppe Klinische Arbeitsplatzsysteme (AG KAS) der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds) das Infektionsmanagement zum Thema der Clinical Documentation Challenge (CDC) auf der  conhIT 2013 zu machen.

Dort zeigten drei IT Hersteller (Siemens, medexter, ICNet) anhand eines vorgegebenen Szenarios, dass Infektionsmanagment mehr als die Erfassung von minimalen Datensätzen für die Surveilance sein kann. Weitere Unterlagen, sowie das Szenario sind über die Webseite www.Clinical-Documentation-Challenge.de verfügbar.

Organisatoren und Hersteller der CDC Infektionsmanagement

 Das CDC Team der gmds und die Vetreter der Hersteller (v.l.n.r.): Prof. Dr. Ulrich Sax (gmds), Dr. Christof Seggewies (gmds), Dr. H. Mandl(medexter), Prof. Dr. Klaus-Peter Adlassnig,(medexter) Dr. Fleur Fritz (gmds), Hendrik Reinke (Siemens), Paul Randell (ICNet), Pat Beyer (ICNet), Dr. Rainer Röhrig (gmds)

 


22.03.2013

Ein- und Ausschlusskriterien für klinische Studien: Rund ein Drittel der Informationen ist in den Klinischen Informationssystemen vorhanden

In einer Multicenterstudie wurden die Ein- und Ausschlußkritierien von 15 Studien an fünf Universitätskliniken untersucht. In den 15 Studien gab es 351 Ein- und Ausschlusskriterien, für deren Bewertung 706 Patienteneigenschaften erforderlich sind. Von den Patienteneigenschaften konnten 55% in den jeweiligen Krankenhausinformationssytemen (KIS) und Klinischen Arbeitsplatzsystemen (KAS) strukturiert erfasst werden. Insgesamt waren 35% der für die Patientenrekrutierung erforderlichen Informationen in den KIS / KAS Systemen vorhanden.

Es zeigte sich, daß Struktur und Inhalt der Daten in der Patientenbehandlung von den Anforderungen in klinsichen Studien erheblich unterscheiden. Dies gilt es sowohl durch einen weiteren Ausbau der strukturierten Dokumentation in KIS/KAS Systemen zu verbessern. Auf der anderen Seite können auch beim Studiendesign Ein- und Ausschlusskrieterien besser operationalisert werden. Trotz des Verbesserungsbedarfs reichen die vorhandenen Daten um das Patientenkollektiv effektiv einzuschränken und so Studienpersonal zu entlasten und die Patientenrekrutierung zu verbessern.

Quelle: Koepcke F, Trinczek B, Majeed RW, Schreiweis B, et. al.: Evaluation of data completeness in the electronic health record for the purpose of patient recruitment into clinical trials: a retrospective analysis of element presence. BMC Med Inform Decis Mak. 2013; 13 (37). doi:10.1186/1472-6947-13-37 . PDF

Die Arbeit entstand in dem BMBF-geförderten Projekt "KIS-Rek". (siehe auch  Krankenhausinformationssysteme helfen, Patienten für die Forschung zu finden )


18.03.2013

Sektion Medizinische Informatik zieht in Science Tower

Eine kleine Ära geht zu Ende und eine neue beginnt: Nach über 12 Jahren zieht die Sektion Medizinische Informatik vom Altbau Chirurgie in den „Science Tower“ in der Kinderklinik. Mit den neuen Räumen rückt man noch enger mit den Grundlagenforschern der Sektion Experimentelle Chirurgie und der Experimentellen Anästhesie zusammen und behält doch die Nähe zur Krankenversorgung.

Umzug in den Science Tower

Die Sektion Medizinische Informatik ist in der Ebene 02 in den Räumen 2.616 und 2.617 zu erreichen.
Postadresse und Telefonnummer bleiben bestehen.

So finden Sie uns in den neuen Räumen im Science Tower (Wegbeschreibung)

 


14.03.2013 5. TMF-Jahreskongreß in HeidelbergTMF-Logo

Auf einem Bierdeckel zusammengefasst: Patientensicherheit und Datenintegrität

Hohe Anforderungen an medizinische Forschung mit Patienten –
verlässliche und langfristig verfügbare Infrastrukturen sind notwendig

Um die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten von Erkrankungen voranzubringen, ist medizinische Forschung mit Patienten unerlässlich. Sie ist aber auch sehr aufwändig, da die Anforderungen an die Qualität der Daten hoch und zahlreiche Vorgaben zu beachten sind. Den Sinn des großen Aufwands könne man auf einem Bierdeckel zusammenfassen: Patientensicherheit und Datenintegrität, so eine Referentin beim 5. TMF-Jahreskongress, der am 13. und 14. März 2013 mit rund 200 Teilnehmern am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg stattfand. Einigkeit bestand darüber, dass diese Anforderungen langfristig verfügbare Infrastrukturen erfordern und dass es hierfür entsprechende wissenschaftliche Anreize geben muss. (Zum Artikel)

Quelle: TMF


01.03.2013 Pressemitteilung TMF / BVMI

 

Geschäftsstelle des Berufsverbandes Medizinischer Informatiker e.V. an Standort der TMF angegliedert

Die Geschätsstelle der Berufsverbandes Medizinische Informatiker (BVMI)

Zur Nutzung von Synergieeffekten hat sich die Geschäftsstelle des Berufsverbandes Medizinischer Informatiker (BVMI) e.V. im Februar an den Geschäftsstellen-Standort der TMF in Berlin-Mitte angegliedert. Die neue Hauptstadtpräsenz des BVMI löst den bisherigen Stand- (und Gründungs)ort Heidelberg nach fast 30 Jahren ab.

Beide Vereine schlossen hierzu einen Kooperationsvertrag, der am 14. Februar 2013 durch den Geschäftsführer der TMF, Sebastian Claudius Semler, und den Präsidenten des BVMI, Dr. Carl Dujat, unterzeichnet wurde. Im Rahmen eines Personalsharings wird Anja Brysch, bei der TMF Assistentin der Geschäftsführung, die Geschäftsstelle des BVMI leiten und insbesondere auch die Kommunikations- und Pressearbeit übernehmen.

BVMI und TMF kooperieren bereits erfolgreich als Gesellschafter der TELEMED GbR, die unter anderem die jährlich stattfindende „TELEMED – Nationales Forum für Gesundheitstelematik und Telemedizin“ in Berlin ausrichtet. Auch in der “Initiative für qualifizierten IT-Nachwuchs in der Gesundheitswirtschaft (INIT-G)” treten beide Organisationen neben weiteren im Gesundheitswesen relevanten IT-Verbänden als Partner auf und können so gemeinsam engen Kontakt zu anderen Branchenvertretern aufbauen.

Quelle: Pressemitteilung der TMF (Link)


 23.02.2013 EHEALTHCOM

Medizinische Informatik - „IT für Mediziner“

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift E HEALTH COM (01/2013) ist Beitrag von R. Röhrig, J. Stausberg, M. Dugas zum Kompetenzbasierten Lenrzielkatalog Medizinische Informatik für Medizinstudierende (NKLM-MI) erschienen.


08.02.2013 Deutsches Ärzteblatt

Wissen und Verantwortung

Im Deutschen Ärzteblatt ist ein Beitrag zum Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizinische Informatik für Studierende der Humanmedizin (NKLM-MI) erschienen: Dugas M, Röhrig R, Stausberg J: Lernzielkatalog Medizinische Informatik: Wissen und Verantwortung. Dtsch Arztebl 2013; 110(6): A-243 / B-227 / C-227
Online Artikel ).

Der Lernzielkatalog ist verfügbar unter: Dugas M, Röhrig R, Stausberg J, GMDS-Projektgruppe „MI-Lehre in der Medizin“ GMS Med Inform Biom Epidemiol 2012; 8(1):Doc04 (20121220). 
Online Artikel )

 


 02.02.2013Deutsches Ärzteblatt

Positionspapier: Risikomanagement für medizinische Netzwerke

Im Deutschen Ärzteblatt ist ein Artikel von H. Krüger-Brand zum Positionspapier von DIVI, VDE und DGBMT (Dtsch Arztebl 2013; 110(5): A-185 / B-171 / C-171) erschienen.
( Online Artikel )

 


14.01.2013

Krankenhausinformationssysteme helfen, Patienten für die Forschung zu finden

Abschlussworkshop des BMBF-geförderten Forschungsprojekts in Münster

Das BMBF-geförderte Forschungsprojekt „KIS-basierte Unterstützung der Patientenrekrutierung in klinischen Studien“ steht unmittelbar vor dem Abschluss. Prof. Martin Dugas aus Münster, Leiter des Projektes, erläutert: „Ein großes Problem in vielen klinischen Studien ist der unzureichende Einschluss von Patienten. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Kosten einer Studie, es kann auch das Erreichen des Studienziels gefährden!“.

Und genau hier setzt das Projekt an: Durch die Wiederverwendung von bereits erhobenen Routinedaten in den Informationssystemen des Krankenhauses sollen Patienten, die sich aufgrund der entsprechenden Ein- und Ausschlusskriterien für Studien eignen, gefunden und die Studienärzte informiert werden. „Das klingt einfach“ fügt Prof. Hans-Ulrich Prokosch (Erlangen) an, „aber die Tücke liegt im Detail: Zum einen dürfen die personenbezogenen Patientendaten nur innerhalb der behandelnden Fachabteilung weitergegeben werden, zum anderen sind die IT-Systeme in den verschiedenen Krankenhäusern oft sehr unterschiedlich.“ Aus diesem Grund wurde das Projekt an fünf Universitätskliniken (Düsseldorf, Erlangen, Gießen, Heidelberg, Münster) durchgeführt. Als Ergebnis des Projekts konnte ein generisches Modell von verschiedenen Rollen und Modulen identifiziert werden. Auf dieser Basis erfolgte an den fünf Standorten die Implementierung eines Prototypen.

Die Prototypen wurden im vergangenen Jahr an den Standorten im „realen Einsatz“ in verschiedenen klinischen Studien evaluiert. „Wir konnten in dem Forschungsprojekt zeigen, dass die Patientenrekrutierung mit Hilfe von klinischen Informationssystemen unterstützt werden kann. Allerdings haben wir auch viele Punkte identifiziert, die im Rahmen des Betriebs oder weiterer Forschungsprojekte optimiert werden können“ fasst Prof. Dugas die Erfahrungen und Ergebnisse zusammen, deren Publikation in Vorbereitung sind. Dr. Rainer Röhrig (Arzt und Medizininformatiker aus Gießen) schaut schon ein wenig weiter: „Mit der gleichen Technologie, mit der wir Patienten für einer Studie identifizieren und mit deren Einwilligung den Studienärzten vorstellen können, können wir auch Patienten mit seltenen Krankheiten, die häufig übersehen werden, identifizieren und den Spezialisten in den Universitäten zum Konsil vorstellen. So kann die Medizininformatik zu einer Verbesserung in der Patientenversorgung beitragen“. Entsprechende Projekte und Studien befinden sich in Vorbereitung.

 Teilnehmer des Abschlussworkshop in Münster
Das Projektteam aus fünf Standorten auf dem Abschlussworkshop in Münster (v.l.n.r.):
Prof. Dr. Martin Dugas (Uni Münster), Felix Köpcke (Uni Erlangen), Johannes Drepper (TMF e.V.), Prof. Dr. H.-U. Prokosch (Uni-Erlangen), Dr. Joachim Wenk (Uni Düsseldorf), Thomas Leusch (Uni Düsseldorf), Dr. Rainer Röhrig (Gießen), Dr. Bernhard Breil (Uni Münster), Raphael Majeed (Uni Gießen), Benjamin Trinczek (Uni Münster), Björn Schreiweis (Heidelberg). Nicht auf dem Bild: Prof. Björn Bergh (Heidelberg) und Prof. Dr. Christian Ohmann (Düsseldorf)

 


11.01.2013

Einladung zur 58. Jahrestagung der gmds 2013 veröffentlicht

Zeitraum: 01. bis 05. September 2013 in Lübeck
Zur Einladung: www.gmds2013.de
Call for Papers: http://www.gmds2013.de/uploads/media/Call_for_Papers_GMDS_2013.pdf


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