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Biologielaborant

Berufsausbildung
zur/zum
Biologielaborantin/Biologielaborant

 

Ausbildungsbereich
Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg GmbH,
Standort Gießen

Ausbildungsdauer
3,5 Jahre
Die Ausbildung erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule (duales System).
Am Universitätsklinikum Gießen werden die Biologielaborantin/Biologielaborant in den nachfolgenden Bereichen eingesetzt:

  • Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie,
  • Institut für Rechtsmedizin,
  • Institut für Hygiene und Umweltmedizin,
  • Zentrum für Pathologie,
  • Institut für Klinische Immunologie und Transfusionsmedizin,
  • Zentraler Tierstall der Fachbereiche Humanmedizin und Tiermedizin.

Ausbildungsbeginn
Ausbildungsbeginn ist bei Bedarf jeweils der 01.August des Jahres.

Zugangsvoraussetzungen
Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Ausbildungsbeginn vorgeschrieben. Am Universitätsklinikum Gießen wird jedoch Abitur oder ein guter mittlerer Bildungsabschluss mit Fachkenntnissen im Bereich Biologie erwartet. Nicht geeignet für die Ausbildung zum/zur Biologielaborant/in sind diejenigen, die empfindlich oder allergisch gegenüber Lösungsmittel oder andere chemische oder biologische Stoffe sind.

Berufsbezeichnung
Die Arbeit von Biologielaboranten/innen liegt schwerpunktmäßig im naturwissenschaftlichen Bereich. Sie verfügen einerseits über ein breit angelegtes naturwissenschaftliches und biologisches Grundwissen und haben im letzten Drittel ihrer Ausbildung - abhängig von den betrieblichen Ausbildungsmöglichkeiten - Spezialkenntnisse und Fertigkeiten erworben. Biologielaboranten/innen können deshalb in vielen unterschiedlichen Fachbereichen team- und projektorientiert arbeiten.
Sie kooperieren dabei eng mit Naturwissenschaftlern/innen in den Forschungs- und Entwicklungslaboratorien der chemischen und pharmazeutischen Industrie, an Hochschulen sowie in Instituten und sonstigen Forschungseinrichtungen. Sie führen insbesondere Versuche in den Bereichen der Grundlagenforschung, der Arzneimittelforschung und –entwicklung, aber auch in anderen Bereichen, wie z.B. der Diagnostik oder des Pflanzenschutzes, durch.

Aufgabengebiet
Biologielaboranten/innen haben es mit den Reaktionsabläufen im lebenden Organismus zu tun. Sie führen Untersuchungen an Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen durch. Ihre Versuchs- und Beobachtungsobjekte sind sowohl ganze Organismen als auch Zellen, Gewebe und Organe.
Sie prüfen den Einfluss von Medikamenten auf Kreislauf, Gewebe und Körperflüssigkeiten mit Hilfe von Mikroskopen, Zentrifugen und elektronischen Messgeräten.
Sie führen chemische, bakteriologische und andere Spezialuntersuchungen an Mikroorganismen, Rindern, Schweinen, Pferden, Schafen und Geflügel durch. Es werden Böden, Nährstoffe, Futter- und Düngemittel kontrolliert. Die Krankheitssymptome und -erreger, wie Mikroorganismen, zum Beispiel Pilze und Viren werden im Labor und in Feldversuchen beobachtet und untersucht. Biologielaboranten/innen arbeiten meistens unter Anleitung eines Wissenschaftlers und können sich in bestimmten Gebieten spezialisieren. Sie planen gemeinsam mit Naturwissenschaftlern/innen Versuche und führen diese unter Beachtung der Regelungen zur Arbeitssicherheit sowie zum Umwelt- und Gesundheitsschutz durch. Dabei berücksichtigen sie mit hohem Verantwortungsbewusstsein die Bestimmungen des Tierschutzes und führen Untersuchungen an Tieren, Pflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen durch. Bei ihrer Arbeit wenden sie Maßnahmen des Qualitätsmanagements an. Die Biologielaboranten/innen erwerben ausgeprägte manuelle Fertigkeiten und sind in der Lage anspruchsvolle Präparationen durchzuführen. Sie entwickeln gemeinsam mit Naturwissenschaftlern/innen Untersuchungsmodelle für Wirkstoffprüfungen und überprüfen spezielle Wirkstoffe an Organismen. Bei diesen Versuchsdurchführungen setzen sie komplexe elektronische Messgeräte ein und erfassen und bearbeiten die Untersuchungsdaten mit Hilfe von EDV-Systemen. Diese Mess- und Untersuchungsdaten werden unter Einsatz elektronischer Datenverarbeitungstechnik ausgewertet, dokumentiert und bewertet.

Betriebliche Ausbildung
Nach der Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack vom 22. März 2000 sind Gegenstand der Berufsausbildung mindestens die mit folgenden Qualifikationseinheiten zu vermittelnden Fertigkeiten und Kenntnisse:

1. Berufsausbildung, Arbeits- und Tarifrecht.

2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes.

3. Betriebliche Maßnahmen zum verantwortlichen Handeln:

  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
  • Umweltschutz,
  • Einsetzen von Energieträgern,
  • Umgehen mit Arbeitsgeräten und -mitteln einschließlich Pflege und Wartung,
  • qualitätssichernde Maßnahmen, Kundenorientierung,
  • Wirtschaftlichkeit im Labor

4. Arbeitsorganisation und Kommunikation:

  • Arbeitsplanung, Arbeiten im Team,
  • Informationsbeschaffung und Dokumentation,
  • Kommunikations- und Informationssysteme,
  • Messdatenerfassung und -verarbeitung,
  • Anwenden von Fremdsprachen bei Fachaufgaben

5. Umgehen mit Arbeitsstoffen

6. Chemische und Physikalische Methoden:

  • Probenahme und Probenvorbereitung,
  • Physikalische Größen- und Stoffkonstanten bestimmen,
  • Analyseverfahren,
  • Trennen und Vereinigen von Arbeitsstoffen

7. Durchführen analytischer Arbeiten:

  • Vorbereitung von Proben,
  • qualitative Analyse,
  • Spektroskopie,
  • Gravimetrie,
  • Maßanalyse,
  • Chromatografie,
  • Auswertung von Messergebnissen

8. Durchführen präparativer Arbeiten:

  • Herstellung von Präparaten,
  • Trennen und Reinigen von Stoffen,
  • Charakterisieren von Produkten

Darüber hinaus haben die Chemielaboranten/innen Wahlqualifikationseinheiten nach der Verordnung über die Berufsausbildung zu absolvieren.

Hierunter fallen beispielsweise nachfolgende Tätigkeiten:

  • Durchführung immunologischer und biochemischer Arbeiten,
  • Untersuchungen von Beschichtungen,
  • Laborbezogene Informationstechnik,
  • umweltbezogene Arbeitstechniken,
  • Durchführung gentechnischer und molekularbiologischer Arbeiten,
  • Anwenden probenahmetechnischer und analytischer Verfahren,
  • Anwenden chromatografischer Verfahren,
  • Prüfen von Werkstoffen,
  • Durchführung von diagnostischen Arbeiten

Berufsschulische Ausbildung
Die folgende Übersicht zeigt die Lernfelder des Rahmenlehrplans:

1. Ausbildungsjahr
Vereinigen von Stoffen, Trennen von Stoffsystemen, Struktur und Eigenschaften von Stoffen untersuchen, Stoffe fotometrisch und chromatografisch untersuchen, präparative Arbeiten durchführen.

2. Ausbildungsjahr
Präparate unterschiedlicher Stoffklassen synthetisieren, volumetrische und gravimetrische Analysen durchführen,
Elektrolyte, Säure-Base-Reaktionen, pH-Wert, Computergestützte Messwertaufnahme, chromatografische Analysen durchführen und die Bestimmung der Methode wählen.

3. Ausbildungsjahr
Spektroskopische Analysen durchführen, Strukturaufklärung organischer Verbindungen durchführen, Synthesetechniken anwenden, Produktionsprozesse überwachen, Werkstoffeigenschaften bestimmen, Mikroorganismen identifizieren und nutzen, Stoffe elektrochemisch untersuchen, umweltbezogene Arbeitstechniken anwenden, immunologische und diagnostische Arbeiten durchführen, biotechnische und zellkulturtechnische Arbeiten durchführen, Beschichtungsstoffe herstellen und prüfen, elektrotechnische Arbeiten durchführen.

Prüfungsstruktur und Prüfungsinhalte
Bei dem Ausbildungsberuf Biologielaborant wird - wie in anderen Ausbildungsberufen des dualen Systems – nach dem Berufsbildungsgesetz - und konkretisiert in der Verordnung über die Berufsausbildung zur Biologielaborantin/zum Biologielaboranten – eine Zwischen- und Abschlussprüfung durchgeführt. Grundlage für die Prüfungsanforderungen sind die Lerninhalte der einzelnen Lernfelder der Berufsschule sowie die festgelegten Anforderungen der Ausbildungsverordnung.

Bewerbungsunterlagen
Ihre Bewerbung muss folgende Unterlagen enthalten:

Bewerbungsschreiben
Lebenslauf mit Lichtbild
Fotokopien der letzten beiden Schulzeugnisse

Bewerbungsanschrift
Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung an:

Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Standort Gießen
Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie
z. Hd. Herrn Prof. Dr. Dr. Katz
Gaffkystraße 11
35392 Gießen

Bewerbungsfrist
Bewerbungen sind bis zu der in der Stellenausschreibung genannten Bewerbungsfrist an die angegebene Anschrift zu senden.

Weitere Informationen
Weitere Informationen zur Berufsausbildung erhalten sie von:

Fr. Mildner

Tel.: 0641/985-42041

Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr und am
Freitag in der Zeit von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr


Interessante Links
IHK Gießen-Friedberg - Ausbildung.
IHK Frankfurt Hessen - zur/zum Biologielaborantin/Biologielaborant
Bundesagentur für Arbeit - zur/zum Biologielaborantin/Biologielaborant