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Arzneimittelanamnese/ Klinische Visiten Marburg

Arzneimittelanamnese und Teilnahme an klinischen Visiten am Standort Marburg

Um den nahtlosen Übergang der Arzneimitteltherapie vom ambulanten in den stationären Bereich zu verbessern, bietet die Apotheke seit Kurzem für einige operative Stationen eine zusätzliche Serviceleistung an:

In Deutschland befinden sich derzeit ca. 55.000 Medikamente auf dem Markt. In der Klinik steht eine Auswahl von ca. 1.800 Präparaten zur Arzneimitteltherapie zur Verfügung, die in der Apotheke vorrätig gehalten werden.
Eine Umstellung der häuslichen Medikation auf Klinikpräparate ist daher erforderlich.

Für die lückenlose Fortsetzung der Arzneimitteltherapie während des Klinikaufenthalts ermittelt der aufnehmende Arzt zunächst die vom Hausarzt verordneten Medikamente. Diese werden online an die Apotheke übermittelt und dort von einem Apotheker auf die Präparate der Hausliste umgestellt. Diese Medikamente entsprechen hinsichtlich der Wirksamkeit und Verträglichkeit den ambulant verordneten Arzneimitteln.

Weiterhin wird die Medikation der Patienten aus pharmazeutischer Sicht auf folgende Aspekte überprüft:

  • Dosierungen und Applikationszeitpunkt 
  • Dosisanpassungen bei Organdysfunktionen 
  • Vollständigkeit und Angemessenheit  
  • Absetzen von Medikamenten vor einer Operation 
  • Doppelverordnungen 
  • Interaktionen
  • Kontraindikationen
  • potentielle unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Der Medikationsvorschlag wird dem Arzt zusammen mit wichtigen Hinweisen zur Einnahme zeitnah übermittelt.
Bei Auffälligkeiten wird eine schriftliche pharmazeutische Empfehlung zur Optimierung der Pharmakotherapie gegeben.

Neben einer Arbeitserleichterung für die Station resultiert so eine erhöhte Arzneimitteltherapiesicherheit für den Patienten. Weiterhin ist gewährleistet, dass der Patient bei einer geplanten stationären Aufnahme die erforderlichen Medikamente bereits am Aufnahmetag erhält.

Begleitung der klinischen Visite auf der Station
Einmal wöchentlich begleiten Apotheker die klinische Visite auf 2 Intensivstationen. Dabei werden in interdisziplinärer Zusammenarbeit Fragen zur Pharmakotherapie der Patienten erörtert. Aspekte wie Arzneimittelauswahl, -dosierung, -anwendung, -stabilität, sowie potentielle Neben- und Wechselwirkungen stehen im Vordergrund.

Der Apotheker ist somit vor Ort für den Arzt und das Pflegepersonal ein wichtiger Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Arzneimitteltherapie.

Ansprechpartner:
Fr. Dr. A. Pieck, Telefon 06421/58-64598
Fr. B. März, Telefon 06421/58-64514
Fr. Y. Decker, Telefon 06421/58-66698